September 8, 2026

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ARM setzt bei neuen Smartphone-CPUs weiterhin auf SME2 statt NPU

ARM setzt bei neuen Smartphone-CPUs weiterhin auf SME2 statt NPU

ARM hat eine neue Generation seiner CPU-Kerne für Smartphones vorgestellt. Der Chipentwickler legt erneut einen Schwerpunkt auf KI-Berechnungen, verzichtet jedoch weiterhin auf eine klassische NPU. Stattdessen sollen leistungsfähigere Matrixeinheiten auf Basis von SME2 künftig auch in günstigeren Smartphone-Chips zum Einsatz kommen.

ARM benennt Mobilplattform um und erweitert KI-Funktionen

ARM führt seine bisher als Lumex bekannte Mobilplattform künftig unter der Bezeichnung „CSS for Mobile“. Mit der zweiten Generation entwickelt das Unternehmen seinen Ansatz für mobile Prozessoren weiter.

Im Mittelpunkt steht erneut die Scalable Matrix Extension der zweiten Generation, kurz SME2. Sie soll KI-Berechnungen direkt innerhalb der CPU beschleunigen und damit Aufgaben übernehmen, für die andere Chipentwickler häufig separate Neural Processing Units einsetzen.

Bei den neuen C2-Prozessorkernen bleibt ARM bei vier Varianten: Nano, Pro, Premium und Ultra. Premium und Ultra sind vor allem für leistungsfähige Geräte der oberen Mittelklasse und des Premiumsegments vorgesehen. Innerhalb eines CPU-Clusters lassen sich bis zu drei unterschiedliche Kerntypen kombinieren.

SME2 erreicht weitere Smartphone-Segmente

Eine wesentliche Neuerung betrifft die Verfügbarkeit der Matrixeinheiten. Mit Ausnahme der kleinsten Konfiguration mit lediglich zwei C2-Nano-Kernen sieht ARM SME2 nun bei allen Varianten vor. Damit soll die KI-Beschleunigung auch in günstigeren Smartphone-Plattformen stärker vertreten sein.

Die erweiterte Integration soll insbesondere bei generativer KI für mehr Leistung sorgen. Für einen beispielhaften agentischen KI-Workflow nennt ARM auf seiner Referenzplattform eine um 24 Prozent kürzere Rechenzeit.

Besonders die Verarbeitung eines Prompts vor der eigentlichen Ausgabe soll profitieren. ARM setzt bei seiner Referenzplattform auf zwei SME2-Einheiten, deren Takt um 50 Prozent erhöht wurde. Zwei solcher Einheiten sind allerdings nicht grundsätzlich neu, da einzelne Hersteller bereits bei Prozessoren der vorherigen Generation entsprechende Konfigurationen umgesetzt haben.

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Bei der anschließenden Token-Generierung setzt ARM ebenfalls auf Optimierungen. SME2 unterstützt eine 2-Bit-Quantisierung mithilfe spezieller Befehle für den Zugriff auf Lookup-Tabellen. Dadurch lassen sich entsprechend optimierte KI-Modelle mit geringerem Rechen- und Speicheraufwand verarbeiten.

C2-Ultra erreicht bis zu 4,45 GHz

Neben den KI-Funktionen erhöht ARM auch die Taktraten der neuen CPU-Generation. Auf der Referenzplattform erreichen zwei C2-Ultra-Kerne bis zu 4,45 GHz. Bei der vorherigen Generation waren es 4,1 GHz.

Die sechs C2-Pro-Kerne erhalten eine kleinere Steigerung von 3,5 auf 3,6 GHz.

Zusätzlich vergrößert ARM den L2-Cache der C2-Ultra-Kerne um 50 Prozent auf 3 MByte. Die C2-Pro-Kerne behalten jeweils 1 MByte L2-Cache. Auch der L3-Cache bleibt mit 3 MByte unverändert. Hinzu kommt ein System Level Cache.

ARM verspricht höhere Energieeffizienz

Für die C2-Ultra-Kerne sieht ARM außerdem ein größeres maximales Leistungsbudget vor. Das beeinflusst den direkten Vergleich mit der vorherigen Generation.

Beim Vergleich der jeweiligen Maximalleistung beziffert ARM den Vorsprung des C2-Ultra gegenüber dem C1-Ultra auf 15 Prozent. Da der neue Kern dafür jedoch ein höheres Leistungsbudget nutzen kann, dürfte der Geschwindigkeitsgewinn bei identischer Leistungsaufnahme geringer ausfallen.

Deutlicher ist nach Angaben des Unternehmens die Verbesserung bei der Energieeffizienz. Bei gleicher Rechenleistung sollen die C2-Ultra-Kerne 38 Prozent weniger Energie benötigen als ihre Vorgänger.

Bei Anwendungen, die mehrere CPU-Kerne gleichzeitig auslasten, fällt der Generationssprung kleiner aus. Hier nennt ARM für den Wechsel von C1 auf C2 einen Leistungszuwachs von zwölf Prozent.

ARM verfolgt eigenen Ansatz für mobile KI

Mit der neuen CPU-Generation hält ARM an seiner Strategie fest, KI-Aufgaben verstärkt über SME2-fähige Prozessorkerne zu beschleunigen, anstatt zwingend eine separate NPU einzusetzen. Gleichzeitig bringt das Unternehmen die Matrixbeschleunigung in einen größeren Teil seiner Smartphone-Plattformen.

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Neben höheren Taktraten und mehr Cache beim C2-Ultra steht vor allem die Energieeffizienz im Mittelpunkt. Wie groß die Vorteile im Alltag tatsächlich ausfallen, wird letztlich davon abhängen, wie Smartphone-Hersteller die neuen Kerne konfigurieren und wie konsequent Anwendungen für SME2 optimiert werden.

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