Mai 24, 2024

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Deutsche „Weisen“ sehen die Inflation steigen, wenn Bankenprobleme steigende Zinsen stoppen

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Deutsche „Weisen“ sehen die Inflation steigen, wenn Bankenprobleme steigende Zinsen stoppen

BERLIN (Reuters) – Der deutsche Wirtschaftsrat warnte am Mittwoch, dass die Inflation länger hoch bleiben oder sogar wieder steigen könnte, wenn die Bedenken der Finanzmärkte die Zentralbanken daran hindern, die Zinsen zu erhöhen.

„Die zuletzt gestiegenen Finanzmarktrisiken haben es den Notenbanken erschwert, die Inflation zu bekämpfen“, so die fünf „Weisen“, die Berlin in der Wirtschaftspolitik beraten, in ihrem Halbjahresbericht.

„Wenn die geldpolitische Reaktion aufgrund dieser Kompromisse zu schwach ist, könnte die Inflation länger als erwartet hoch bleiben oder sogar wieder anziehen“, fügten sie hinzu.

Ratsmitglied Monica Schnitzer kommentierte die jüngsten Turbulenzen im Bankensektor auf einer Pressekonferenz am Mittwoch und sagte, die Banken sollten durch häufige Stresstests überwacht werden. Sie fügte hinzu, dass die Aufsichtsbehörden prüfen sollten, ob von Banken gehaltene Staatsanleihen mit Eigenkapital unterlegt werden sollten.

Die Turbulenzen im Bankensektor gipfelten am Wochenende in der Übernahme der von der Schweizer Regulierungsbehörde unterstützten Credit Suisse durch die Rivalin UBS. Es folgte auf den Zusammenbruch einer Bank im Silicon Valley, die unter der Last anleihebedingter Verluste aufgrund steigender Zinsen versank.

Ratsmitglied Ulrik Malmender sagte, dass die Finanzstabilität im Gegensatz zur Finanzkrise von 2008 nicht gefährdet sei, sondern dass die Banken angesichts der sich schnell ändernden Umstände „sie stärker in den Griff bekommen müssen“.

In seinem Bericht revidierte der Rat seine Prognose, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr vor einer moderaten Rezession stehen wird, und sagte am Mittwoch, dass das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 % im Jahr 2023 und um 1,3 % im Jahr 2024 wachsen wird. Dies entspricht der Prognose der Bundesregierung.

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Der Rat erwartete eine Inflationsrate von 6,6 % im Jahr 2023 und 3,0 % im Jahr 2024.

(Berichterstattung von Renee Wagner; Schreiben von Frederick Hein; Redaktion von Miranda Murray und Christina Fincher

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