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Deutschland hat „beharrlich“ gegen die Vorschriften über die Luftverschmutzung verstoßen, das Urteil des Obersten Gerichtshofs der EU

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Dirk Meister | Moment | Getty Images

Der Oberste Gerichtshof der Europäischen Union sagte am Donnerstag, dass Deutschland in einem Urteil, das das Land mit Geldstrafen bestrafen könnte, wenn es die Luftqualität in vielen Großstädten nicht verbessert, konsequent gegen die von der Europäischen Union auferlegten Beschränkungen der Luftverschmutzung verstoßen hat.

Die Luftverschmutzung ist in Europa in den letzten zehn Jahren zurückgegangen, aber sie bleibt das größte umweltbedingte Gesundheitsrisiko des Kontinents. Längerer Kontakt mit verschmutzter Luft kann zu Diabetes, Lungenerkrankungen und Krebs führen.

Der Europäische Gerichtshof hat festgestellt, dass Deutschland von 2010 bis 2016 in 26 Regionen, darunter Berlin, Stuttgart, München, Köln und Düsseldorf, die jährlichen EU-Grenzwerte für die Stickstoffdioxid-(NO2)-Belastung verletzt hat. Stuttgart und Rhein-Main hätten in diesem Zeitraum auch die stündlichen Stickstoffdioxid-Grenzwerte überschritten.

Das Gericht entschied zusammen mit der anklagenden EU-Kommission, dass die deutsche Regierung keine Maßnahmen zur Einhaltung der EU-Luftqualitätsvorschriften ergriffen habe. Deutschland muss nun nachkommen oder sich weiteren rechtlichen Schritten stellen.

Seit 2016 ist es den meisten beteiligten Regionen jedoch möglich, die Stickstoffdioxidbelastung zu reduzieren, um die EU-Beschränkungen einzuhalten, unterstützt durch eine Umstellung auf schadstoffärmere Autos und lokale Maßnahmen wie Fahrverbote, Geschwindigkeitsbegrenzungen und die Umstellung auf emissionsarme Busse.

Im Jahr 2020 haben sechs deutsche Städte nach Angaben der Regierung den jährlichen Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft verletzt, gegenüber 90 Städten im Jahr 2016.

München und Stuttgart gehörten zu denen, die im vergangenen Jahr noch gegen das Gesetz verstoßen haben.

Der Straßenverkehr ist die Hauptquelle der Stickstoffdioxidemissionen, was bedeutet, dass städtische Gebiete in der Regel am stärksten betroffen sind.

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Die jährlichen vorzeitigen Todesfälle aufgrund von Stickstoffdioxidemissionen in der Europäischen Union haben sich seit 2009 mehr als halbiert, erreichten 2018 jedoch nach Angaben der Europäischen Umweltagentur immer noch 54.000 vorzeitige Todesfälle.

Frühere Urteile des Luxemburger Gerichts haben auch Frankreich und Großbritannien wegen illegaler Stickstoffdioxid-Belastung verurteilt, während Länder wie Ungarn, Schweden und Italien gegen Partikelgrenzwerte verstoßen haben.

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