Juni 23, 2024

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Deutschland wird stillgelegte Kohlekraftwerke entzünden

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Deutschland wird stillgelegte Kohlekraftwerke entzünden

Eines der größten europäischen Energieunternehmen bereitet sich darauf vor, eine Reihe deutscher Kohlekraftwerke aus dem Betrieb zu nehmen, um das Land von russischem Gas zu entwöhnen.

RWE sagte am Dienstag, dass es Anlagen prüfe, die online wieder gestartet werden können, und bereit sei, sie bei Bedarf in Betrieb zu nehmen.

Dazu gehören Anlagen, die stillgelegt wurden, solche, die dieses Jahr vom Netz gehen sollen, und andere, die derzeit in Bereitschaft gehalten werden.

RWE fügte hinzu: „Es ist Sache der Bundesregierung, zu entscheiden, ob diese Blöcke vorübergehend betrieben werden müssen und inwieweit sie zur Reduzierung des Gasverbrauchs eingesetzt werden sollen.“

Das Angebot des Unternehmens kommt, während die Regierung von Bundeskanzler Olaf Schulz sich bemüht, die Abhängigkeit Deutschlands von Öl und Gas des Kreml zu verringern.

Deutschland ist derzeit bei zwei Dritteln seiner Erdgasimporte von Russland abhängig, was es laut Kritikern der Gnade Moskaus ausliefert, selbst wenn Wladimir Putin weiterhin ukrainische Städte bombardiert.

Als Reaktion darauf versprach Schulz eine Überarbeitung des Berliner Energiekonzepts und versprach, neue Flüssiggasanlagen (LNG) zu bauen, die Einführung erneuerbarer Energiesysteme zu beschleunigen und Kohlekraftwerke länger offen zu halten, um den kurzfristigen Gasbedarf zu senken.

„Wir müssen unseren Kurs ändern, um unsere Abhängigkeit von Importen einzelner Energielieferanten zu überwinden“, sagte er im vergangenen Monat dem deutschen Gesetzgeber.

Robert Habeck, Wirtschaftsminister von Schultz, beharrte darauf, dass es „keine Tabus“ geben werde, und stellte die Pläne des Landes in Frage, bis 2030 auf die Kohle zu verzichten.

RWE – einer der größten Betreiber von Kohlekraftwerken in Deutschland – sagte, seine Pläne zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bleiben bestehen, aber seine Geschwindigkeit werde vom entsprechenden Einsatz erneuerbarer Energien abhängen.

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Markus Kreiber, CEO des Unternehmens, sagte: „Die Menschen in der Ukraine kämpfen für ihr Land, für ihre Freiheit und ums Überleben, sie haben unsere volle Solidarität.

Die Auswirkungen des Krieges treffen die Energiemärkte mit voller Wucht. Daher haben die Gewährleistung der Versorgungssicherheit und die Diversifizierung der Kraftstoffversorgung hohe Priorität für die Politik – insbesondere durch den Ausbau erneuerbarer Energien.“

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