Mai 19, 2024

Technik-Smartphone-News

Komplette Nachrichtenwelt

Die Stimmung der deutschen Anleger verbessert sich, aber die Herausforderungen bleiben bestehen – ZEW

2 min read
Die Stimmung der deutschen Anleger verbessert sich, aber die Herausforderungen bleiben bestehen – ZEW

BERLIN (Reuters) – Die Stimmung der deutschen Anleger hat sich im Juni unerwartet verbessert, teilte das ZEW-Institut für Wirtschaftsforschung am Dienstag mit und warnte gleichzeitig vor anhaltendem Gegenwind, da exportorientierte Sektoren unter der globalen Wirtschaftsschwäche leiden.

Der Konjunkturstimmungsindex des Instituts blieb mit -8,5 Punkten im negativen Bereich, nach -10,7 Punkten im Mai. Eine Reuters-Umfrage ergab für Juni einen Wert von -13,1.

„Experten erwarten für die zweite Jahreshälfte keine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage“, sagte Achim Wambach, Präsident des ZEW.

Die Verbesserung kam nach drei aufeinanderfolgenden Monaten des Rückgangs und da Deutschland mit anhaltenderen wirtschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen hat, nachdem es im Winter 2022/23 zunächst eine viel befürchtete Energiekrise abgewehrt hatte.

Europas größte Volkswirtschaft rutschte im ersten Quartal dieses Jahres in eine Rezession, da die inflationsbedingten Verbraucherausgaben andere Gegenwinde nicht ausgleichen konnten, darunter das abrupte Ende der russischen Energieimporte nach der Invasion in der Ukraine.

Jüngste Wirtschaftsdaten verstärkten die düsteren Aussichten mit einem unerwarteten Rückgang der Industrieaufträge und schwächer als erwarteten Einzelhandelsumsätzen im April.

Wambach sagte jedoch, die aktuelle Rezession werde „im Allgemeinen nicht als besonders besorgniserregend angesehen“.

Thomas Getzel, Chefökonom der VP Bank, sagte, der Konjunkturstimmungsindex sei ein „Hoffnungsschimmer“.

„Vielleicht haben wir das Schlimmste hinter uns“, sagte er.

Die Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage in Deutschland verschlechterte sich nach Angaben des ZEW und fiel im Juni auf -56,5 von -34,8 im Vormonat.

(Berichterstattung von Rachel Moore; Redaktion von Miranda Murray und Simon Cameron-Moore)

Unsere Standards: Thomson Reuters Trust-Grundsätze.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert