Mai 19, 2024

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Ein Streik führt zum Stillstand des ÖPNV-Netzes in Deutschland

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Ein Streik führt zum Stillstand des ÖPNV-Netzes in Deutschland
  • Von Antoinette Radford
  • BBC News

Bildquelle, Getty Images

Deutschlands Verkehrsnetz wird am Montag fast zum Erliegen kommen, da zwei der größten Gewerkschaften des Landes streiken.

Mitarbeiter an Flughäfen, Seehäfen, Eisenbahnen, Bussen und U-Bahnen machten sich kurz nach Mitternacht für einen 24-Stunden-Aufenthalt auf den Weg.

Die Gewerkschaften fordern höhere Löhne, um ihren Mitgliedern zu helfen, die steigenden Lebenshaltungskosten im ganzen Land zu decken.

Es gab viele kleinere Streiks in anderen Sektoren des öffentlichen Dienstes, aber der Montag wird der größte seit Jahrzehnten im Land sein.

Die beiden am Streik beteiligten Gewerkschaften gehören zu den größten in Deutschland.

Verdi vertritt rund 2,5 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Sektor, einschließlich öffentlicher Verkehrsmittel und Flughäfen.

Die EVG vertritt rund 230.000 Mitarbeiter der Deutschen Bahn und anderer Busunternehmen.

Sie hoffen, vor einer weiteren Lohnverhandlungsrunde am Montag mehr Druck auf die Arbeitgeber auszuüben.

Der Verdi-Vorsitzende Frank Wernick hat die Lohnerhöhung laut lokalen Medien als „eine Frage des Überlebens für Tausende Beschäftigte“ bezeichnet.

„Die Leute werden nicht nur unterbezahlt, sondern auch hoffnungslos überarbeitet“, sagte er.

Verdi will die Gehälter der Angestellten um 10,5 % erhöhen, während die andere beteiligte Gewerkschaft EVG eine Erhöhung um 12 % will.

Die Deutsche Bahn verurteilte die Pläne als „völlig übertrieben, haltlos und unnötig“.

Am Münchner Flughafen wurden am Sonntag viele Flüge wegen des Streiks eingestellt.

Rund 380.000 Fluggäste seien von dem Streik betroffen, teilte der Deutsche Flughafenverband mit, er gehe aber „über alle denkbaren und vertretbaren Maßnahmen hinaus“.

Einigen Gewerkschaften ist es jedoch gelungen, Lohnerhöhungen durchzusetzen, darunter Postangestellte, die Anfang März eine Lohnerhöhung von 11,5 % erhielten.

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