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Helfer, die in Griechenland Migranten vor dem Ertrinken gerettet haben, stehen wegen Menschenschmuggels vor Gericht

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Sarah Mardini, die heute in Berlin lebt, wird die Einreise nach Griechenland verweigert und wird von einem Anwalt vertreten.

Menschenrechtsgruppen nannten den Prozess eine „Farce“. In einem im Juni veröffentlichten Bericht bezeichnete das Europäische Parlament dies als den „größten Kriminalisierungsfall von Solidarität in Europa“.

Die Helfer waren dem Emergency Response Center International (ERCI) angeschlossen, einer gemeinnützigen Such- und Rettungsgruppe, die auf Lesbos tätig ist. Ihnen drohen bis zu acht Jahre Gefängnis, umwandelbar in eine Geldstrafe.

Ihnen werden auch schwerwiegendere Anklagen wegen Menschenschmuggels, Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung und Geldwäsche, die mit einer 25-jährigen Haftstrafe verbunden sind, ausgesetzt, gegen die noch ermittelt wird. Die Angeklagten bestreiten die gegen sie erhobenen Vorwürfe.

Organisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch sagen, der Prozess solle andere Helfer einschüchtern.

„Die Anklagen, mit denen sie konfrontiert sind, sind komisch und sollten überhaupt nicht vor Gericht gestellt werden“, sagte Nils Muznieks, Direktor des europäischen Büros von Amnesty International.

Dieser beispielhafte Fall zeigt, wie weit die griechischen Behörden gehen werden, um die Menschen davon abzuhalten, Flüchtlingen und Migranten zu helfen.

„Die Einstellung von Rettungsaktionen hindert Menschen nicht daran, gefährliche Reisen zu unternehmen, es macht diese Reisen nur noch gefährlicher.“

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