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“Ich wollte wirklich dazu gehören” – BZ Berlin

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Die Menge und einige Meinungsverschiedenheiten vor dem dritten Verhandlungstag gegen Arafat Abou-Chaker (44, heute in einem rosa T-Shirt mit Mickey-Mouse-Aufdruck) und seine Brüder Rommel (42), Yasser (39) und Nasser (49) . Bushidos (41) Aussage folgte am Nachmittag.

Zusätzlich zu den nur zwölf Zuschauern, die aufgrund von Corona zugelassen wurden, wollen drei weitere die Halle betreten. Verwandte des Angeklagten – wie sich herausstellt. Der vorsitzende Richter gibt ausnahmsweise sein Einverständnis.

Der Mitkläger Bushido (41) betritt als letzter den Raum. Auch diesmal umgeben von fünf Leibwächtern. “Die Nacht ist …” steht auf seinem schwarzen Hemd. Heute sollte sein großer Auftritt sein.

Arafat Abou-Chaker (44) grinst und trägt ein rosa Mickey-Mouse-Shirt;  vor dem Bruder Rommel Abou-Chaker (42), der eine Mappe vors Gesicht hält (Foto: Olaf Wagner)
Arafat Abou-Chaker (44) grinst und trägt ein rosa Mickey-Mouse-Shirt; vor dem Bruder Rommel Abou-Chaker (42), der eine Mappe vors Gesicht hält (Foto: Olaf Wagner)

Er fängt gerade erst an und möchte mit seiner Aussage beginnen, als die Verteidigung von Arafat verlangt, dass alle Akten aus Verfahren gegen Dritte, die auf der Grundlage von Aussagen von Bushido und seiner Frau Anna-Maria Ferchichi eingeleitet wurden und von denen einige inzwischen eingestellt wurden gebracht werden.

Grund: Wäre wichtig für die Beurteilung der Glaubwürdigkeit des Klägers. Das Gericht stimmt dem Antrag zu. Die Oberstaatsanwältin Petra Leister verspricht: “Ich werde versuchen, Sie zu finden.”


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Der Morgen wird durch mehrere Pausen bestimmt. Yassers Frau Ghadir (32, das letzte Mal als Zeugin, die sie nicht aussagen wollte) erscheint um 11.30 Uhr. Diesmal mit dem Baby im Arm. Zu einem kurzen Wiedersehen mit dem einzigen inhaftierten Abou-Chaker-Bruder. Nach fünf Minuten ist sie wieder draußen.

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Der Nachmittag nach der Mittagspause gehörte dann Bushido …

Das sagt Bushido

Als Zeuge beschrieb er seine musikalische Karriere. In den neunziger Jahren nahm er die ersten Kassetten im Zimmer seines Kindes auf, und seine Mutter nahm einen Kredit für die technische Ausrüstung auf, sagte der 41-Jährige. Jahre später, als er in einem Monat bis zu 1.000 Kassetten verkaufte, fühlte er sich „unglaublich reich“.

“Ich wollte wirklich ein Teil davon sein”, sagte der ausgebildete Maler und Lackierer. Zu dieser Zeit gab er einen großen Teil des Geldes an seine Mutter. Die Befragung von Bushido, dessen richtiger Name Anis Ferchichi ist, wird voraussichtlich mehrere Tage des Prozesses umfassen.

Der Rapper im schwarzen Hemd wurde von Leibwächtern mit Sturmhauben umgeben und in den Gerichtssaal gebracht. Er ist im Verfahren wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung, Freiheitsentzug, gefährlicher Körperverletzung, Zwang, Beleidigung und Untreue des mutmaßlichen Opfers und auch des gemeinsamen Klägers.

Die früheren Beziehungen zwischen Bushido und dem Angeklagten Arafat A.-Ch standen zunächst nicht zur Debatte. Beide waren jahrelang Partner im Musikgeschäft.

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