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In Wilhelmshaven beginnt der Bau von Deutschlands erstem LNG-Terminal

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In Wilhelmshaven beginnt der Bau von Deutschlands erstem LNG-Terminal

Eröffnung des ersten LNG-Terminals Deutschlands in Wilhelmshaven (Juniper)

Gepostet am 5. Juli 2022 14:15 von

Maritime Exekutive

Der Bau von Deutschlands erstem LNG-Terminal hat begonnen, um den Import von Gas zu unterstützen, um die Lieferungen des Landes aus Russland zu ersetzen. Der deutsche Energieriese Uniper hat angekündigt, dass die Arbeiten am 4. Juli für die Anlage in Wilhelmshaven beginnen werden, nachdem sie die Genehmigung für ihren Antrag erhalten hat.


Das neue Terminal wurde vom Landesgewerbeaufsichtsamt Oldenburg genehmigt, nachdem Uniper im Juni förmliche Anträge gestellt hatte. Pläne für das Projekt wurden im März angekündigt, wobei die deutsche Regierung versprach, das Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Gleichzeitig hat die Bundesregierung FSRUs angemietet, um den Import von Erdgas zu unterstützen.


Am Umschlagplatz Voslapper Groden in Wilhelmshaven entsteht Deutschlands erster LNG-Anlandeterminal. Uniper wird die Anlage im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland betreiben und strebt eine bedarfsgerechte Inbetriebnahme im Winter 2022-2023 an. So bald wie möglich werden sie die Kapazität erhöhen, um ein Ziel von 7,5 Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr zu erreichen. Dies entspräche etwa 8,5 Prozent des derzeitigen Jahresbedarfs an Erdgas in Deutschland.


„Wir freuen uns sehr, dass es jetzt so klar vorangeht“, sagt der niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Bau und Klimaschutz Olaf Lies. „Wir brauchen schnellstmöglich Ersatz für russisches Gas. Jeder eingesparte Kubikmeter hilft uns, den kommenden Winter zu überstehen, und jeder Kubikmeter, den wir künftig auf alternativen Wegen nach Deutschland importieren, hilft uns, uns schneller von Russland zu befreien Kontrolle.“ Nach Angaben des Ministers wurde die Genehmigung für die neue Anlage mit achtfacher Geschwindigkeit abgeschlossen.


Uniper betont, dass der Standort Wilhelmshaven aus nautischer und logistischer Sicht ideale Bedingungen bietet. LNG-Tanker aller Größen können die Anlage unabhängig von Gezeiten erreichen. Mindestens zwei von der Regierung gepachtete FSRUs werden in Wilhelmshaven stationiert, andere zielen auf Standorte an der Elbe in der Nähe von Stade und Brunsbüttel ab.


Die Bauarbeiten in Wilhelmshaven umfassen die Infrastruktur für Land- und Seehäfen. Für den Anschluss an das bestehende Erdgasleitungsnetz sei lediglich eine rund 30 Kilometer lange Gasleitung erforderlich, so Uniper. Mit den Arbeiten an der Pipeline hat Deutschlands größter Fernleitungsnetzbetreiber Open Grid Europe (OGE) bereits begonnen.


Klaus-Dieter Maubach, Vorstandsvorsitzender von Uniper, sagte: „Die rasche Genehmigung des vorgezogenen Baubeginns zeigt die Bedeutung des LNG-Terminals Wilhelmshaven für die Versorgungssicherheit des Landes. Wir sind stolz darauf, einen wesentlichen Beitrag zur Unabhängigkeit Deutschlands leisten zu können Erdgasversorgung an unserem Standort in Wilhelmshaven, hoffentlich noch vor Ende des Winters 2022/2023, und stellt mit dem Wasserstoffprojekt Green Wilhelmshaven mittel- und langfristig die Weichen für eine klimafreundlichere Energieversorgung.“


In einem zweiten Projektschritt wird Uniper eine dauerhafte und erweiterbare Portlösung für die FSRU entwickeln. Darüber hinaus planen sie im Rahmen einer Simulation des Baus einer Anlage zur Aufbereitung grüner Gase in Wilhelmshaven den Bau weiterer Austrags- und Aufbereitungsanlagen für Ammoniak.

Siehe auch  Deutschland und Österreich erarbeiten Plan zur "schnelleren Befüllung" von Gasspeichern

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