Bestimmte Immunzellen hemmen Entzündungen bei Multipler Sklerose
Zunächst verglichen die Forscher Stuhlproben von Menschen mit MS mit denen von gesunden Menschen. Sie fanden heraus, dass die ersteren IgA-B-Zellen im Darm tragen, die spezifisch gegen für MS typische Darmbakterien gerichtet sind, wie die Universität Basel in einer Mitteilung schrieb. Anschließend analysierten sie die Rolle dieser Immunzellen im Krankheitsverlauf bei insgesamt 56 MS-Patienten. Dementsprechend wurden IgA-B-Zellen im Rückenmark von Menschen mit reversibler Multipler Sklerose gezüchtet. Sie fanden auch eine starke Akkumulation dieser speziellen Immunzellen in der Nähe von MS-bedingten Nervenschäden in Gehirnproben von toten Patienten.
„Anscheinend wandern diese Immunzellen vom Darm zu den Entzündungszentren im Zentralnervensystem und setzen dort eine hochwertige entzündungshemmende Substanz frei“, sagte Pröbstel. Dies erklärt, warum sich die Krankheit verschlimmerte, wenn diese Immunzellen aus dem Blut entfernt wurden.
Wissenschaftler hoffen, dass die Forschungsergebnisse das Potenzial haben, neue therapeutische Ansätze zu entwickeln. Zum Beispiel kann ein Cocktail aus Darmbakterien helfen, IgA B-Zellen zu mobilisieren.

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