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Deutschland erwägt fahrlässige Tötung bei tödlichen Überschwemmungen | Nachrichten | DW

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Die deutschen Staatsanwälte gaben am Montag bekannt, dass sie prüfen, ob es Gründe gibt, die Fahrlässigkeit zu untersuchen, die zu den Todesfällen bei den jüngsten Überschwemmungen geführt hat.

Bei schweren Überschwemmungen, die im Juli über westdeutsche Städte hinwegfegten, kamen mindestens 180 Menschen ums Leben.

Die Katastrophe veranlasste die Menschen zu fragen, ob die Behörden genug getan hatten, um die Anwohner rechtzeitig zu warnen.

Die Bundesanwaltschaft erklärte in einer Mitteilung, man erwäge, ein Ermittlungsverfahren wegen “fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung wegen möglicher unterlassener oder verspäteter Abmahnungen oder Evakuierung von Anwohnern” einzuleiten.

Zu den Beweisen können Polizeiberichte über 12 Todesfälle in einer Pflegeeinrichtung in der Stadt Sinzig sowie Nachrichtenberichte über die Katastrophe gehören, so die Erklärung.

Wer ist schuld?

Bundes- und Landesbeamte wurden kritisiert, dass sie nicht genug getan haben, um die Anwohner in stark betroffenen Gebieten zu warnen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte, es sei “völlig unvernünftig, dass eine solche Katastrophe von überall zentral gesteuert werden kann”. Dafür seien die Landesbehörden zuständig.

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) verteidigte das Krisenmanagement und sagte, die lokalen Behörden hätten ihre Hochwasserwarnungen nicht verschickt.

Einige Staatsbeamte räumten ein, dass ihre Reaktion auf die Krise hätte besser sein können, sagten jedoch letztendlich, sie hätten getan, was sie konnten.

Welche Alarmanlage ist vorhanden?

Aktuelle Notrufsysteme in Deutschland umfassen Sirenen, Funk und eine Smartphone-App namens NINA.

Letzte Woche sagte Seehofer, er habe den Befehl gegeben, bei Bedarf Notfallalarme an Mobiltelefone zu senden, die an eine bestimmte lokale Netzwerkantenne angeschlossen sind, wenn eine Krise eingetreten ist.

Solche Mechanismen werden in Deutschland normalerweise aus Datenschutzgründen abgelehnt, aber viele argumentieren, dass mit einer angemessenen Warnung Leben gerettet werden könnten.

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fb/aw (AFP, KNA)

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