Mai 16, 2022

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Die EU nimmt die Cloud-Einheit von Microsoft ins Visier

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Eine Umfrage ergab, dass die EU-Kartellbehörden Konkurrenten und Kunden von Microsoft Corp zu Lizenzgeschäften und Cloud-Geschäften befragen, was zu einer förmlichen Untersuchung und erneuten Prüfung des US-Softwareunternehmens führen könnte.

Die Europäische Kommission hat Microsoft in den letzten zehn Jahren eine Geldbuße in Höhe von 1,6 Milliarden Euro (1,8 Milliarden US-Dollar) auferlegt, weil es gegen die EU-Kartellvorschriften verstoßen und einer Anordnung zur Unterbindung wettbewerbswidriger Praktiken nicht nachgekommen ist.

Das Unternehmen fand sich erneut auf dem Radar der EU-Wettbewerbsbehörden wieder, nachdem das deutsche Softwareunternehmen NextCloud, die französische OVHcloud und zwei weitere Unternehmen Beschwerden über die Cloud-Praktiken von Microsoft eingereicht hatten.

Foto: Reuters

„Der Kommission liegen Informationen vor, dass Microsoft seine potenziell marktbeherrschende Stellung auf bestimmten Softwaremärkten nutzen könnte, um den Wettbewerb in Bezug auf bestimmte Cloud-Computing-Dienste zu verhindern“, heißt es in der Umfrage.

Regulierungsbehörden haben in Frage gestellt, ob die Bedingungen der Lizenzvereinbarungen von Microsoft mit Cloud-Dienstanbietern es Konkurrenten ermöglichen, effektiv zu konkurrieren.

Sie wollten auch wissen, ob Unternehmen die Betriebssysteme und Produktivitäts-Apps von Microsoft benötigen, um ihre Cloud-Infrastrukturangebote zu ergänzen und effektiv zu konkurrieren.

Die Unternehmen wurden auch zu den Unterschieden bei Lizenzgebühren und Geschäftsbedingungen zwischen Lizenzverträgen mit Cloud-Dienstanbietern und Verträgen mit einem Programm befragt, in dem sie Microsoft-Cloud-Dienste bündeln und diese indirekt mit ihren Cloud-Diensten weiterverkaufen.

Ein weiterer Schwerpunkt waren die potenziellen technischen Einschränkungen von Cloud-Speicherdiensten, die in der Cloud-Infrastruktur von Unternehmen verfügbar sind.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sagte letzte Woche, sie habe noch keine Bedenken bezüglich Cloud Computing, und verwies auf die Konkurrenz durch die europäische Gaia-X-Initiative.

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