Dezember 2, 2022

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Die EZB hat noch einen langen Weg vor sich, wenn es um Zinserhöhungen geht – Vorsitzender

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BERLIN (Reuters) – Der Chef des deutschen Ifo-Wirtschaftsinstituts sagte am Dienstag gegenüber Reuters, dass die Europäische Zentralbank die Zinsen sicherlich deutlich anheben wird, obwohl es von der Entwicklung der Wirtschaftslage abhängen wird, wie weit sie letztendlich gehen.

„Die EZB hat noch einen langen Weg vor sich“, sagte Clemens Fest. „Das liegt einfach daran, dass es spät angefangen hat.“

Fuest sagte, die EZB habe bisher nur die Geldpolitik normalisiert und bei einer Rekordinflation auf die Bremse treten müssen, zumal die Wirtschaftslage nicht so schlimm sei wie befürchtet.

Angesichts einer zweistelligen Inflation hat die Europäische Zentralbank die Zinssätze in nur drei Monaten bereits um 200 Basispunkte von einem Rekordtief aus angehoben.

Fuest äußerte sich optimistisch über die Aussichten für Deutschlands Wirtschaft, die größte Europas, die seiner Meinung nach vor einer leichten Rezession stehen könnte, wenn Gasknappheit in diesem Winter vermieden wird.

„Wir sehen auch, dass die Branche – zumindest kurzfristig – überraschenderweise mit Energieknappheit und hohen Energiekosten fertig wird“, sagte Foest und fügte hinzu, dass sich die Wirtschaft als stärker erweist als von vielen erwartet.

Fuest fügte hinzu, dass die Deindustrialisierung für Deutschland langfristig ein großes Problem sein sollte, insbesondere in energieintensiven Unternehmen, da sie attraktivere Standorte verlieren.

Andere Belastungen, darunter Fachkräftemangel und Protektionismus, würden eine zunehmende Rolle spielen.

(Berichterstattung von Reinhard Becker, Schreiben von Miranda Murray) Redaktion von Bernadette Bohm

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