Juli 24, 2024

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EU-Kommission genehmigt 2-Milliarden-Euro-Staatshilfe für angeschlagene deutsche Stahlbranche – EURACTIV.com

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EU-Kommission genehmigt 2-Milliarden-Euro-Staatshilfe für angeschlagene deutsche Stahlbranche – EURACTIV.com

Die Europäische Kommission gab am Donnerstag bekannt, dass Deutschland grünes Licht für die Subventionierung der Produktion von sogenanntem grünem Stahl in Höhe von zwei Milliarden Euro erhalten hat, was der angeschlagenen Stahlbranche des Landes dringend benötigte Entlastung verschafft.

Nach Prüfung der Vereinbarkeit mit den EU-Beihilfevorschriften genehmigte die Kommission die Pläne Deutschlands, zwei Milliarden Euro in ein neues Thyssenkrupp-Werk zu investieren, das 2026 eröffnet werden soll und von der Bundesregierung und dem Land Nordrhein-Westfalen finanziert wird.

Dies ist eine sehr wichtige Entscheidung zum Schutz des Klimas und des Industriestandorts Deutschland […] „Zumindest geht es um die vielen Arbeitsplätze, die durch den Vorschlag nun zukunftsfähig sind“, antwortete der deutsche Umweltminister Robert Habeck auf die Ankündigung der Kommission.

Am Mittwoch hat die Kommission den deutschen Staat bereits ermächtigt, private Investitionen im Zusammenhang mit der grünen Wende in Höhe von bis zu 3 Milliarden Euro zu unterstützen. Margrethe Vestager, die gemeinsame Wettbewerbskommissarin der EU, bezeichnete die deutschen Pläne als „einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu Europas ehrgeizigen Klimazielen“.

Das ThyssenKrupp-Werk wird als wichtiger Meilenstein der grünen Wende gefeiert, von der das Ministerium hofft, dass sie die Emissionen der deutschen Stahlindustrie im Alleingang um 6 % reduzieren wird.

Der Betrieb soll zunächst mit Erdgas betrieben werden, später soll aber bis 2037 die Stahlproduktion vollständig aus grünem Wasserstoff erfolgen, was Habeck „als wichtigen Treiber für das Wasserstoffgeschäft in Deutschland und Europa“ würdigte.

Die Zustimmung der Kommission gibt auch der angeschlagenen Stahlindustrie in Deutschland, die für ein Drittel der Industrieemissionen des Landes verantwortlich ist, den dringend benötigten Auftrieb und ist damit ein Hauptziel für den grünen Wandel.

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Wie Thyssenkrupp sollen auch die deutschen Stahlproduzenten aufgrund schlechter Investitionsaussichten und hoher Produktions- und Energiekosten nicht in der Lage sein, den technologischen Wandel zu finanzieren.

Unterdessen wird erwartet, dass konkurrierende Unternehmen aus dem Ausland bis weit in die zweite Hälfte des Jahrhunderts hinein weiterhin billigeren und schmutzigeren Stahl produzieren werden.

(Nick Alibor | EURACTIV.de)

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