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Introvertierte oder Extrovertierte – wer kann den Verschluss besser bestehen?

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Im Frühjahr, als die Kontaktbeschränkungen in Deutschland in Kraft traten, wurde die erste Blockade in Spanien verhängt, als Mitarbeiter in das Home Office zogen und Menschen auf der ganzen Welt angewiesen wurden, Zoom zu verwenden, als das Abhalten von Distanz zum Credo von wurde Wolke, als spezielle Überlebensanleitung online erschien: “Wie man als Extrovertierter soziale Distanz überlebt“Auf Deutsch zum Beispiel: ‘Wie man als Extrovertierter ohne sozialen Kontakt überlebt.’

In der Persönlichkeitsforschung gibt es sogenannte Big Five – fünf Merkmale, die als Grundlage für die Bestimmung der Persönlichkeit einer Person dienen. Dazu gehören Offenheit, Bewusstsein, soziale Kompatibilität, Verletzlichkeit – und auch die Frage, ob eine Person extrovertierter oder introvertierter ist.

Extroversion und Introversion können als die beiden Enden einer Leiter betrachtet werden. Je mehr ein Mensch in diesem Grad der Gesellschaft zur Extroversion neigt, desto mehr konzentriert er sich auf äußere Reize. Menschen, beeilen Sie sich, Partys, große Gruppen – das sind die Dinge, die die meisten Menschen mit Extrovertierten verbinden.

Das Problem von Angstzuständen, depressiven Zuständen, kognitiven Fehlern

Und mit Introvertierten?

“Es ist wirklich nicht das Schlimmste für Introvertierte, allein zu Hause zu bleiben”, heißt es in einem Überlebensleitfaden für Extrovertierte. Beim Deutschlandfunk hieß es: “Während sich Extrovertierte unter uns zunehmend nach dem nächsten Urlaub, dem nächsten Konzert oder einem Barbecue auf dem See sehnen, fühlen sich Introvertierte durch Selbstisolation in eine perfekte Welt versetzt.” Und “Jetzt die Zeit für Introvertierte” bei “Brigitte”.

Und jetzt – mehr als ein halbes Jahr später? Jetzt, da die Mitarbeiter wieder in das Home Office umgezogen sind, wo sich niemand für Zoom-Meetings interessiert und es wieder eine Art Schließung gibt, wenn auch nur geringfügig – was ist jetzt mit Introvertierten? Schlägt Ihnen die Uhr wieder zu? Sind die Artikel und Meme real geworden? Oder brauchen sogar Introvertierte doch eine Art Überlebensleitfaden? Und wenn ja – warum ist das so?

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Eine Wissenschaftlerin, die mindestens eine rudimentäre Antwort auf diese Fragen hat, ist Maryann Wei, Doktorandin in Psychologie an Wollongong Universität, Australien.

Wei schreibt per E-Mail, dass auch sie Meme und Essays über die angeblichen Vorteile von Introvertierten im Frühjahr gesehen habe und dass einige von ihnen ziemlich lächerlich seien. Gleichzeitig fragte sie sich jedoch, ob die introvertierte Prioritätsarbeit nicht zu kurz kommt.

Und so tat Wei, was Wissenschaftler in einem solchen Fall taten: Sie bat die Testpersonen, herauszufinden, ob es wirklich wahr ist, dass Introvertierte besser mit der Situation umgehen als Extrovertierte.

Sie interviewte 114 Personen, die meisten davon Amerikaner, aber auch Briten, Kanadier, Australier und Deutsche. Es gibt nicht viel, aber genug, um einige sorgfältige Aussagen zu machen.

Mithilfe eines Fragebogens zeichnete Wei zunächst auf, wie viele Introvertierte oder Extrovertierte die Befragten sind. Und dann, wie viel sie psychisch unter Kronenmaße gelitten: wenn sie Anzeichen einer depressiven Stimmung zeigten, wenn sie sich einsam fühlten, mit Angst zu kämpfen hatten oder wenn sie plötzlich unter kognitiven Fehlern litten – zum Beispiel blieben sie im Laden und vergaßen, was sie kaufen wollten.

Wei’s Ergebnis: Entgegen der landläufigen Meinung litten Introvertierte psychisch mehr als Extrovertierte.

Die Wahrheit ist wie immer komplexer

Es gibt eine Reihe von Erklärungen für dieses Ergebnis, schreibt Wei in der Post. Sie selbst war von dem Ergebnis nicht überrascht. Weil oft die Ansicht von “Intversion” – und “Extraversion” -Zeichenmerkmalen stark vereinfacht wird. Die Wahrheit ist wie immer komplexer.

Zum Beispiel gibt es unter Introvertierten eine größere Heterogenität, schreibt Wei, als viele Menschen wissen. Und auch Faktoren, die sich bei Kronenmaßnahmen eher negativ ausgewirkt hätten. Introvertierte sind im Allgemeinen schwieriger mit dem Verlust von Strukturen umzugehen. Sie neigen eher dazu Grübeln, während Extrovertierte eher optimistisch sind.

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Vor allem aber neigen sie dazu, Probleme mit sich selbst zu identifizieren und sich aus Schwierigkeiten zurückzuziehen, anstatt Hilfe zu suchen.

In Wei’s Studie geht es nicht darum, wer schlechter dran ist oder ob er oder sie möglicherweise keinen Überlebensleitfaden für Introvertierte benötigt hat. Sie zieht eine sehr einfache Schlussfolgerung aus ihren Ergebnissen: “Fragen Sie von Zeit zu Zeit Introvertierte um Sie herum, wie es ihnen geht.”

Im Zweifelsfall werden Extrovertierte es Ihnen sagen, ohne zu fragen.

Symbol: Spiegel

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