Juni 29, 2022

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Q&A: Wie können Deutschland und die Europäische Union dem Embargo für fossile Brennstoffe gegen Russland begegnen?

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Etwa ein Drittel und ein Viertel der deutschen Ölimporte stammen aus Russland. Im Jahr 2021 importierte das Land 24,2 Millionen Tonnen Rohöl und 5,1 Millionen Tonnen Ölprodukte mit einem Gesamtwert 12,3 Milliarden Euro, nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Der größte Teil des importierten Öls wird als Benzin und Diesel im Transportwesen verbrannt, und ein erheblicher Teil wird in speziellen Ölheizungssystemen verwendet.

Anders als beim Erdgas, wo die Substitution russischer Importe für Deutschland und Europa schwieriger ist (siehe oben), dürfte die Substitution russischer Ölimporte „kein großes Problem darstellen“. Ein Papier von Forschern in der Energiepolitik sagt. Forscher warnen jedoch davor, dass die Ölpreise sehr volatil bleiben werden.

Öl ist auf dem Weltmarkt in ausreichender Menge verfügbar und die Importrouten sind nicht wie beim Gas durch das Pipelinenetz begrenzt. Nur acht Prozent der gesamten Öllieferungen in Europa kommen durch russische Pipelines, wodurch kurzfristig Öl aus anderen Ländern bezogen werden kann, Informieren Sie sich über die Analyse der NGO Transport and Environment. Deutschland hat bereits Ölreserven von 90 Tagen.

Die Einstellung etablierter russischer Lieferungen wird sich jedoch unvermeidlich auf die Preise auswirken. Die globalen Ölpreise haben sich seit 2021 verdoppelt und die Dieselpreise in Deutschland sind bereits auf ein nie dagewesenes Niveau gestiegen. Um den deutschen Energieverbrauch zu senken, schlugen Politiker in der Ölkrise von 1973 eine Wiederholung „autofreier Sonntage“ vor.

Greenpeace Deutschland hat 10 Vorgeschlagene Notfallmaßnahmen Es kann den Ölverbrauch schnell um 10 bis 12 Prozent reduzieren. Dazu gehören ein generelles Tempolimit, der Express-Wärmepumpeneinbau und eine erweiterte Homeoffice-Verpflichtung.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat Er sagte Die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen auf 100 km/h und auf anderen Straßen auf 80 km/h würde etwa 2,1 Milliarden Liter fossilen Kraftstoff oder 3,8 Prozent des Kraftstoffverbrauchs im Verkehrssektor einsparen.

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Längerfristig soll der Umstieg auf E-Mobilität und Wasserstoff im Verkehr Deutschland den Durst nach importierten Mineralölprodukten nehmen.

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