Oktober 5, 2022

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Schuhsohle mit Sensoren, die von der Parkinson-Steifheit befreit sind

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Hirnstimulation

Neben der Schuhsohle kann ein sogenannter „Neurostimulator“ auch die Lebensqualität von Parkinson-Patienten verbessern. Anfang des Jahres wurde der weltweit erste Parkinson-Patient in der neurochirurgischen Klinik der LMU-Klinik in München mit einem Elektrodengerät mit Hirnstimulation behandelt. Es ähnelt einem Herzschrittmacher, nur dass es nicht das Herz, sondern bestimmte Bereiche des Gehirns elektrisch stimuliert.
Dies könnte in Zukunft eine Behandlung ermöglichen, bei der die Stimulation speziell an die Anforderungen der jeweiligen Aktion angepasst wird, wie z. B. Gehen oder Sprechen. Noch schwierigere Alltagssituationen wie das gleichzeitige Sprechen und Gehen könnten auf diese Weise besser bewältigt werden.

Gehirnsignale erfasst

Die Methode ist als Deep Brain Stimulation (DBS) bekannt und wird seit Jahrzehnten zur Behandlung von neurologischen Bewegungsstörungen eingesetzt. Jetzt hat es sich auch bei der Behandlung der Parkinson-Krankheit als wirksam erwiesen. Sobald die Aktivität der motorischen Zentren im Gehirn gemessen wurde, sendet der Stimulator Impulse mit unterschiedlichen Stimulationsstärken aus.

In letzter Zeit wurde auch die sogenannte BrainSense-Technologie verwendet. Zum ersten Mal werden die Gehirnsignale des Patienten dauerhaft aufgezeichnet. Im Zusammenhang mit selbst aufgezeichneten Ereignissen im Zusammenhang mit Symptomen oder Nebenwirkungen von Medikamenten kann eine gezielte, personalisierte und datengesteuerte Neurostimulation durchgeführt werden.

Künstliche Intelligenz misst das Fortschreiten der Krankheit

Der aus der 80er-Jahre-Trilogie „Back to the Future“ bekannte Schauspieler Michael J. Fox leidet seit seinem 30. Lebensjahr an der Parkinson-Krankheit. Im Jahr 2000 gründete er die Michael J. Fox-Stiftung für Parkinson-Forschung (MJFF), die Mittel für die Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen sammelt und verteilt. Die Stiftung hat kürzlich gemeinsam mit der IT-Gruppe IBM ein auf künstlicher Intelligenz (KI) basierendes System entwickelt, das erkennen soll, wie weit eine Krankheit fortgeschritten ist.

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Da sich Parkinson bei vielen Patienten durch unterschiedliche Symptome manifestiert, ist es für Ärzte oft sehr schwierig, das genaue Stadium zu beurteilen, in dem sich die betroffene Person befindet. Besonders wenn er mit Medikamenten behandelt wird und seine Symptome dadurch „gedämpft“ werden. Das sollte sich in Zukunft ändern. Selbst wenn die Bewegungsabläufe eines Patienten durch das Medikament verbessert werden und sein typisches Zittern (Tremor) gelindert wird, sollte der Algorithmus das „wahre Ausmaß“ der Krankheit erkennen.

Parkinson verstehen

Patienten reagieren auch unterschiedlich auf ihre Medikamente. Während einer für die Behandlung besonders empfänglich ist, wird der andere wenig Erleichterung empfinden – selbst wenn sie sich im selben Stadium befinden. Das Erkennen dieser Unterschiede ist das Ziel des Algorithmus.

Das Modell wird mit Patientendaten trainiert, die vom MJFF gesammelt wurden. Die individuelle Behandlung kann nicht nur mit Hilfe künstlicher Intelligenz verbessert werden, sondern wird in erster Linie zum besseren Verständnis der Krankheit eingesetzt. IBM hofft, den Algorithmus in Zukunft auf Alzheimer und Amyothrophische Lateralsklerose (ALS) anwenden zu können.

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