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VfB Stuttgart in der Bundesliga: neu, modern und schwer zu stoppen

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Mario Gomez, Dennis Aogo, Christian Gentner: Der vor zwei Jahren aus der Bundesliga abgestiegenen Stuttgarter Mannschaft mangelte es nicht an Erfahrung. Elf VfB-Starter waren im zweiten Abstiegsspiel durchschnittlich 26,5 Jahre alt Union Berlin.

Eine Saison später ist es soweit VfB Stuttgart kehrte in die erste Liga zurück. Von der Startaufstellung von hinten gibt es genau einen Spieler im Stuttgarter Kader: Stürmer Nicolas Gonzalez. Seitdem hat sich der VfB in allen anderen Positionen verändert. In dieser Saison wurden zwei Drittel der Saison für Spieler ausgegeben, die der VfB seit Herbst verpflichtet hat.

Der Verein scheint viele Dinge richtig gemacht zu haben. Die Schwaben erhielten aus vier Spielen sieben Punkte. Nicht nur die Ergebnisse, sondern vor allem der Spielstil der Mannschaft überzeugen: Die Stuttgarter Mannschaft überraschte ihre Gegner mit einem schnellen und direkten Fußball. Dies ist auch der sportlichen Führung unter Sportdirektor Sven Mislintat zu verdanken: Die Transfers haben dem Team neue Stärke verliehen, die Trainer Pellegrino Matarazzo richtig einsetzen kann.

Die zweitjüngste Mannschaft der Liga

Der VfB hat seinen Kader in den letzten zwei Jahren deutlich erneuert. In der Herbstsaison 2018/2019 machte er die fünftälteste Mannschaft. Seitdem haben erfahrene Spieler wie Gomez oder Ron-Robert Zieler den Verein verlassen, Holger Badstuber wurde in die zweite Mannschaft deportiert.

Die aktuelle Mannschaft besteht aus jungen Spielern aus Deutschland und ganz Europa. Der VfB schnappte sich Talente aus großen europäischen Clubs wie Paris St. Germain (Tanguy Coulibaly, 19) und FC Arsenal (Konstantinos Mavropanos, 22, ausgeliehen). Sie verließen auch die zweite Sprache in Französisch (Silas Wamangituka, 21) und der belgischen Liga (Wataro Endo, 27). Einige Spieler kamen aus der zweiten Liga (wie Waldemar Anton, 24). Die VfB-Beobachterabteilung hat überall Augen. In dieser Saison ist Stuttgart im Durchschnitt 24 Jahre alt und damit der jüngste in der gesamten Liga.

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Kalajdžić als Symbol der Transferpolitik

Ein Paradebeispiel für diese Transferstrategie ist die 23-jährige Saša Kalajdžić. Der VfB hat ihn von der österreichischen Abstiegskandidatin Admira Wacker verpflichtet. Zu dieser Zeit hatte Kalajdžić gerade 33 Pflichtspiele bestritten und hatte eine Vorgeschichte von Verletzungen, die mehrere andere Vereine antreiben würden. Im Sommer 2019 verletzte er sich kurz nach dem Engagement und verpasste fast die gesamte Saison der zweiten Liga.

Kalajdžić ist in dieser Saison fähig – und hat die Erwartungen übertroffen. Der Österreicher hat bereits drei Tore erzielt. Mit einer Höhe von zwei Metern verleiht Kalajdžić dem Stuttgarter Spiel eine neue Dimension: Als massiver Stürmer reibt er sich im gegnerischen Strafraum. Er ist gut als Recycler von flachen und hohen Kreuzen.

Kalajdžić als sauberen Stürmer im Strafraum abzulehnen, wäre im Spiel unfair. Als Jugendspieler spielte Kalajdžić hauptsächlich im Mittelfeld. Er hat ein gutes Verständnis für das Spiel und eine saubere erste Berührung. Von den Ligastürmern hat bisher nur Frankfurts Bas Dost die meisten Chancen geschaffen. Kalajdžić hat bereits ein Tor vorbereitet.

Der Stuttgarter Stürmer ist ein Beispiel für einen größeren Trend: Da im letzten Jahrzehnt häufig die kleineren, agileren Stürmer bevorzugt wurden, ist nun eine Rückkehr der großen Stürmer aus dem Strafraum zu beobachten. Sie haben ihr Repertoire erweitert: Spieler wie Kalajdžić sind nicht nur großartig, sondern auch technisch stark und schnell. Kaum ein Stürmer ist so vollständig wie Kalajdžic – auch wenn der Österreicher nicht einzeln mit den Besten der Liga konkurrieren kann.

Kalajdžić ist kein Einzelfall im VfB-Kader: Der Verein ist in fast jeder Position jung und aus taktischer Sicht modern. Entweder in der Position des Vollverteidigers, wo Wamangituka offensiv auftritt und ständig Dribbeln erfordert, oder in der Innenverteidigung, in der Stuttgart starke und schnelle Spieler bietet. VfB Stuttgart als Pionier des modernen Fußballs? Das ist schon lange nicht mehr passiert.

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Die erste Liga gewinnt an Stärken

Stuttgarter Fans werden sich jedoch fragen: Wenn diese Mannschaft so modern und jung ist, warum hat sie in der zweiten Liga so hart gekämpft? Der VfB hat die obligatorische Aufstiegsaufgabe in keiner Weise leicht gemeistert.

Trainer Matarazzo hatte bereits vor der Saison vermutet, dass es seinen Spielern in der ersten Liga leichter fallen würde: “In der Bundesliga können wir unsere Spielpläne veränderlicher anpassen als in der zweiten Liga.” Er betonte, dass die Geschwindigkeit seiner Spieler ein großes Plus sei; Ein Plus, das eher gespielt wird, wenn man eingeschaltet ist Hertha BSC oder Mainz könnte im Gegenangriff mitspielen. Stuttgarts Favorit musste jedoch die Verteidigungsmauern gegen Aue oder Regensburg zerstören.

Tatsächlich ist der Wert von Stuttgarts Besitz gesunken: In den ersten vier Spielen hatten sie durchschnittlich fast 50 Prozent Ballbesitz, beim 2: 0-Sieg in Berlin war nur 36 Prozent. In der letzten Saison der zweiten Liga hatten sie mit einem Ballbesitz von 60 Prozent den höchsten Wert in der Liga. Sie kommen viel häufiger in schnellen Angriffen vor, die auf den Karten der Stärken ihrer Angreifer spielen.

Die gute Tat verfluchen?

Mit seiner Fußballtempo hat sich der VfB von den Reihen des Niedergangs entfernt. 1. Der FC Köln, Gegner im nächsten Spiel (Freitag, 20.30 Uhr, DAZN, direkter Torschütze: SPIEGEL.de), liegt bereits sechs Punkte hinter der Aufsteigermannschaft.

Persönlicher Erfolg kann jedoch im Kampf gegen den Abstieg immer noch ein Problem sein: Fallende Kandidaten treten defensiver gegen starke VfBs an als normalerweise gegen eine beförderte Mannschaft – und könnten Stuttgarts Stärken verlangsamen.

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Unklar ist auch noch, wie gut das neue VfB-Team mit den Rückschlägen umgehen kann. Vor zwei Jahren hatte das Stuttgarter Unternehmen jedoch mehr Erfahrung als die meisten seiner Konkurrenten – und brach erneut mental zusammen. Mit dem heute renovierten, modernen Kader kann der VfB Stuttgart nun wieder in die Bundesliga zurückkehren.

Symbol: Spiegel

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