Juni 30, 2022

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Weniger Wachstum und mehr Inflation für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 – Ifo

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Ein Roboter passt Windschutzscheiben in einem vollautomatischen Prozess an einem Modell aus der A-Klasse-Produktionslinie des deutschen Automobilherstellers Mercedes-Benz im Daimler-Werk in Rastatt an, 4. Februar 2019. REUTERS / Kai Pfaffenbach / File Photo / File Photo

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BERLIN (Reuters) – Die deutsche Wirtschaft, Europas größte, dürfte in diesem Jahr aufgrund der Folgen des Krieges in der Ukraine schwächer wachsen als erwartet, sagte das Ifo-Institut am Mittwoch.

Das Institut senkte seine Prognose für das deutsche Wachstum für 2022 von 3,1 % im März auf 2,5 %, während es seine Inflationsprognose von 5,1 % zuvor auf 6,8 % revidierte.

„Höhere Preise führten Anfang des Jahres zu einem Kaufkraftverlust der privaten Haushalte und damit zu einem Rückgang des Warenkonsums“, sagt Timo Walmerscheiser, Volkswirt bei ifo.

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Die deutsche Wirtschaft wuchs im ersten Quartal dieses Jahres leicht, getragen von stärkeren Investitionen, aber die russische Invasion in der Ukraine begann schon kurz nach ihrem Beginn seit Ende Februar zunehmend zu wirken. Weiterlesen

„Die Wirtschaftsleistung liegt derzeit noch 1 Prozent unter dem Vorpandemie-Niveau von Ende 2019, aber wir erwarten in der zweiten Jahreshälfte einen allmählichen Rückgang der Rohstoffpreise und Materialengpässe“, so Wollmerschizer weiter.

Ifo rechnet für 2023 mit einem deutschen Wachstum von 3,7 %.

Unabhängig davon sagte das deutsche Wirtschaftsinstitut IFW, es habe seine Prognose für die deutsche Inflation in diesem Jahr von zuvor 5,8 % auf 7,4 % angehoben. Für 2023 hob der IFW seine Inflationsprognose von 3,4 % auf 4,2 % an.

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Das IfW-Institut, eines der führenden deutschen Institute und Teil einer regierungsberatenden Gruppe, beließ es jedoch bei seiner Prognose für das BIP-Wachstum in diesem Jahr bei 2,1 %. Aber für 2023 senkte sie ihre Prognose von 3,5 % auf 3,3 %.

„Die Kaufkraft des verfügbaren Einkommens wird durch eine hohe Inflation erheblich beeinträchtigt“, heißt es in einem Bericht des IfW-Instituts. „Im laufenden Jahr werden die real verfügbaren Einkommen noch einmal dramatisch sinken.“

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Zusätzliche Berichterstattung von Renee Wagner, Schreiben von Miranda Murray, Redaktion von Paul Carell und Mark Heinrich

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