Juni 12, 2024

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Deutschland ist besorgt über die Inhaftierung eines vietnamesischen Klimaaktivisten und warnt vor einem Kohleausstiegsabkommen mit Hanoi

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Deutschland ist besorgt über die Inhaftierung eines vietnamesischen Klimaaktivisten und warnt vor einem Kohleausstiegsabkommen mit Hanoi

Die deutsche Regierung zeigte sich am Mittwoch besorgt über die kürzliche Verhaftung eines prominenten Umweltaktivisten in Vietnam und warnte davor, dass ein kürzlich abgeschlossener milliardenschwerer Deal zur Unterstützung des Landes beim Ausstieg aus der Kohlenutzung die Beteiligung von Aktivisten der Zivilgesellschaft erfordert.

Das UN-Menschenrechtsbüro teilte unter Berufung auf verlässliche Quellen mit, dass Hoang Thi Minh Huong letzte Woche in Ho-Chi-Minh-Stadt von der Polizei festgenommen und aufgrund einer einstweiligen Verfügung wegen Steuerhinterziehung inhaftiert worden sei. Es hieß, Hoang Ho sei der fünfte prominente Umweltaktivist, der in den vergangenen zwei Jahren in Vietnam wegen Steuerhinterziehung verhaftet wurde.

Das deutsche Außenministerium sagte, die Festnahme von Hwang und anderen sei „ein besorgniserregendes Signal für zivilgesellschaftliche Akteure im ganzen Land sowie für den Umwelt- und Klimaschutz“.

„Wir sehen die Verhaftung auch kritisch im Hinblick auf die bevorstehende Umsetzung der zwischen Vietnam und den G7-Staaten Dänemark und Norwegen vereinbarten Equitable Energy Transition Partnership (JETP)“, fügte sie hinzu.

In der Ende 2022 vereinbarten Vereinbarung haben die beiden nördlichen Nationen und die Gruppe der Sieben reichen Industrienationen 15,5 Milliarden US-Dollar zugesagt, um Vietnam bei der Beschleunigung seines Übergangs von Kohle zu erneuerbaren Energien zu unterstützen.

Das Abkommen soll dem südostasiatischen Land dabei helfen, seine Emissionen bis 2050 auf „Netto-Null“ zu reduzieren. Experten sagen, dass dieses Ziel weltweit erreicht werden muss, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius (2,7 Grad Fahrenheit) zu begrenzen.

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Es ist eines von mehreren Abkommen, die Entwicklungs- und reiche Länder aushandeln, um globale Klimaziele zu erreichen. Das erste derartige Abkommen wurde 2021 mit Südafrika unterzeichnet, und letztes Jahr wurde ein ähnliches Abkommen mit Indonesien geschlossen.

Das Außenministerium erklärte, die Beteiligung der Zivilgesellschaft an dem Prozess sei „auf Wunsch der Bundesregierung ausdrücklich im Abkommen mit Vietnam verankert“.

„Klima- und Umweltschutzschützer wie Hoang Thi Minh Huong spielen eine unverzichtbare Rolle“, sagte sie.

Deutschland selbst steht wegen jüngster Polizeirazzien bei Klimaaktivisten, die regelmäßig den Verkehr im ganzen Land stören, unter Beschuss.

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