Mai 20, 2022

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Deutschland: Klimaaktivisten protestieren gegen Kohleminenausbau | Neuigkeiten | DW

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Tausende Demonstranten versammelten sich am Samstag im nordwestdeutschen Dorf Lützerath, um gegen die geplante Erweiterung eines nahe gelegenen Kohlebergwerks zu protestieren.

Das Dorf ist längst zum Verschwinden verurteilt, um den gigantischen Tagebau Garzweiler noch weiter ausbauen zu können.

Organisiert wurde der Protest von Umweltorganisationen wie BUND, Greenpeace und Friday for Future sowie lokalen Gruppen. Die Organisatoren sagten, etwa 3.500 Menschen hätten friedlich in Lotzerat demonstriert.

Ungefähr 100 Aktivisten beschlossen, direkt am Rand der Mine zu protestieren, die laut Bezirkspolizei „extrem gefährlich“ sein könnte.

Energiestreit in Deutschland

Deutschland plant den Kohleausstieg bis 2030 als Teil des Übergangs weg von fossilen Brennstoffen und hin zu saubereren Energiequellen.

Aber seit Russland in die Ukraine einmarschiert ist, tobt die Energiedebatte in dem Land, das stark von russischen Energielieferungen, insbesondere Gas, abhängig ist.

Der Tagebau Garzweiler bei Lützerath ist einer der größten Braunkohletagebaue der Welt.

Um eine ausreichende Stromproduktion sicherzustellen und gleichzeitig die Abhängigkeit von russischen Importen zu verringern, hat sich die Bundesregierung die Option eingeräumt, die Abschaltung einiger Kohlekraftwerke „auszusetzen“. Das Ziel des Kohleausstiegs bis 2030 bleibt bestehen.

Neuer Sammelpunkt für Umweltschützer

Das weitgehend verlassene Dorf Lützerath ist zu einem neuen Sammelpunkt der deutschen Umweltbewegung geworden. Aktivisten leben dort in Zelten, Hütten und Baumhäusern, um eine Ausweitung der Mine zu verhindern.

Ein ortsansässiger Bauer weigerte sich, sich anzusiedeln, aber der Garzweiler Minenbetreiber, die RWE Group, gewann im März einen Prozess zur Erweiterung der Mine.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, Gründerin der Fridays-for-Future-Bewegung, besuchte Lützerath im vergangenen September.

Kohle aus dieser Region wird laut RWE-Konzern „ab 2024“ zur Versorgung von Kraftwerken unentbehrlich sein, während andere Minen in der Region geschlossen sind.

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dh/nm (AFP, dpa)

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