Juni 22, 2024

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Deutschland treibt Ideen zur Bekämpfung von Fake News und Propaganda in der Europäischen Union voran

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Deutschland treibt Ideen zur Bekämpfung von Fake News und Propaganda in der Europäischen Union voran

Im Kampf gegen Wahlbeeinträchtigungen in der Europäischen Union wollen Deutschland und eine Reihe anderer Mitgliedstaaten verstärkt auf Sanktionen setzen.

Restriktive Maßnahmen sind ein wichtiges Instrument, das gegen Einzelpersonen und Organisationen eingesetzt werden kann, die versuchen, sich in die Demokratien der EU einzumischen, heißt es in einem vorgeschlagenen Papier, das am Dienstag am Rande einer Kabinettssitzung in Brüssel veröffentlicht wurde.

Darüber hinaus muss der Verhaltenskodex zur Bekämpfung von Desinformation zu einem verbindlichen Regelwerk werden. Bisher handelte es sich hierbei um eine freiwillige und unverbindliche Selbstverpflichtung von Online-Plattformen wie Facebook oder Tiktok.

Weitere Vorschläge umfassen eine Verbesserung der Fähigkeit zur Erkennung von Fake News und Propaganda sowie einen intensivierten Informationsaustausch zwischen den Mitgliedstaaten.

Hintergrund der Initiative sind Erkenntnisse, dass staatliche Akteure aus Ländern wie Russland versuchen, durch Desinformation und Propaganda Einfluss auf die öffentliche Meinung in der EU zu nehmen. Dabei werden insbesondere die Möglichkeiten der digitalen Verbreitung von Inhalten über Internetplattformen genutzt.

Neben Russland wird insbesondere auch China vorgeworfen, systematisch Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen zu wollen.

Die Vorschläge wurden von Deutschland, Polen und Frankreich mit Unterstützung von rund einem Dutzend weiterer EU-Länder ausgearbeitet.

Es soll als Arbeitsgrundlage für die nächste Europäische Kommission dienen, die nach der Europawahl im Juni gebildet wird.

Auch die deutsche Europa-Staatssekretärin Anna Lohrmann bezeichnete die Initiative am Dienstag als Reaktion auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

„Die Europäische Union muss russische Destabilisierungsversuche kontinuierlich bestrafen“, sagte der Grünen-Politiker. Sie fügte hinzu, dass es auch wichtig sei, große Online-Plattformen stärker in die Pflicht zu nehmen und den unabhängigen Journalismus in Europa zu stärken.

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