Juli 25, 2024

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Deutschland und Frankreich seien „zutiefst besorgt“ über die Lage in Georgien

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Deutschland und Frankreich seien „zutiefst besorgt“ über die Lage in Georgien

Deutschland und Frankreich äußerten ihre „tiefe Besorgnis“ über die Lage in Georgien.

In einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung erklärten beide Länder, sie hätten die Entscheidung der georgischen Regierung und Regierungspartei, vom europäischen Weg abzuweichen, mit tiefem Bedauern zur Kenntnis genommen.

Hintergrund ist die Verabschiedung eines umstrittenen Gesetzes zur Einschränkung des ausländischen Einflusses auf die Zivilgesellschaft in Georgien.

Georgien hat seit Ende letzten Jahres den Status eines EU-Beitrittskandidatenstaates.

In der deutsch-französischen Erklärung heißt es: „Unsere beiden Länder haben den europäischen Weg Georgiens stets unterstützt und den Beschluss des Europäischen Rates vom Dezember 2023 zur Gewährung des Kandidatenstatus aktiv unterstützt.“

Zu dem umstrittenen Gesetz heißt es, dass die georgische Regierung und Regierungspartei gegen die gemeinsamen europäischen Werte und Bestrebungen des georgischen Volkes handelten.

In der Erklärung heißt es: „Der europäische Weg ist für Georgien vorgezeichnet, aber Georgien entscheidet, wie schnell und in welche Richtung es voranschreitet.“

Die georgische Präsidentin Salome Zurabischwili legte ihr Veto gegen das vom Parlament verabschiedete Gesetz ein. Der als pro-europäisch geltende Präsident bezeichnete das Gesetz am Samstag als „in seinem Wesen und Geist russisch“. Das Veto kann jedoch vom Parlament außer Kraft gesetzt werden.

Das Parlament in Tiflis hat Anfang letzter Woche in dritter Lesung das Gesetz zur Einschränkung des ausländischen Einflusses auf die Zivilgesellschaft in Georgien verabschiedet, trotz wochenlanger massiver Proteste, an denen sich Zehntausende Menschen in Tiflis beteiligten.

Das Gesetz zielt darauf ab, den ausländischen Einfluss auf Nichtregierungsorganisationen zu begrenzen. Für Hilfsorganisationen und unabhängige Medien, die mehr als 20 % ihrer Mittel aus dem Ausland beziehen, wird die Rechenschaftspflicht verschärft.

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