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Deutschlands Sozialdemokraten wollen Regierungsdeal zustimmen

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Die Mitte-Links-Partei des designierten deutschen Bundeskanzlers Olaf Schulz entscheidet, ob sie einer Vereinbarung zur Bildung einer neuen Regierung mit Umwelt- und Wirtschaftsparteien zustimmt.

Die Sozialdemokraten um Schulz haben die Bundestagswahl am 26. September knapp gewonnen und mit den wirtschaftsfreundlichen Grünen und den Freien Demokraten Verhandlungen über eine auf Bundesebene noch nie probierte Regierungskoalition aufgenommen. Nach relativ schnellen Verhandlungen kamen sie am 24. November zu einer Einigung.

Ziel der dreigliedrigen Allianz ist es, Europas größte Volkswirtschaft zu modernisieren und die Anstrengungen gegen den Klimawandel zu verstärken. Sie würde die scheidende Unionsblockkanzlerin Angela Merkel nach 16 Jahren in die Opposition schicken und die unbequeme „Große Koalition“ der großen deutschen Traditionsparteien beenden, deren Juniorpartner die Sozialdemokraten waren.

Schultz soll am Mittwoch zum Kanzler gewählt werden und die sogenannte „Ampel“-Koalition in den Parteifarben Rot, Grün und Gelb führen.

Zuvor müssen die Parteimitglieder dem Koalitionsvertrag zustimmen. Die Sozialdemokraten halten am Samstag eine Konferenz und die Liberaldemokraten am Sonntag eine Konferenz ab. Die Abstimmung für die 125.000 Grünen-Mitglieder wird am Montag erwartet.

Zu den wichtigsten Zusagen potenzieller Partner gehört die Anhebung des deutschen Mindestlohns von derzeit 9,60 Euro auf 12 Euro pro Stunde – eine Maßnahme, die laut Schulz „eine Lohnerhöhung für 10 Millionen Bürger“ bedeutet. Außerdem wollen sie jährlich 400.000 neue Wohnungen bauen, um steigende Mietpreise einzudämmen.

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Schulz, 63, ist seit 2018 Merkels Finanzminister und Vizekanzler. Anders als die beiden anderen Parteien hat die SPD ihre sieben verbleibenden Kabinettskandidaten, darunter Innen-, Verteidigungs- und Gesundheitsminister, noch nicht benannt. Die Aufsicht über das Gesundheitsministerium ist eine wichtige Aufgabe in einer Zeit, in der Deutschland neue Beschränkungen verhängt, um die Welle der Coronavirus-Infektionen zu brechen.

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