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Die deutsche Inflation übertraf im zweiten Quartal das durchschnittliche Lohnwachstum

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Masken tragende Weihnachtskäufer füllen die Kölner Haupteinkaufsstraße Hohe Straße (High Street) während der Ausbreitung der Coronavirus (COVID-19)-Pandemie in Köln, Deutschland, 12. Dezember 2020. REUTERS / Wolfgang Rattay

BERLIN (Reuters) – Die deutsche Inflation übertraf im zweiten Quartal das Lohnwachstum, wie Daten am Montag zeigten, als der zunehmende Preisdruck durch die wirtschaftliche Erholung und Lieferengpässe in der Fertigung die Kaufkraft der Verbraucher schmälerte.

Das Statistische Bundesamt zeigte, dass die Tariflöhne inklusive Einmalzahlungen von April bis Juni im Durchschnitt um 1,9 % gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres gestiegen sind. Ohne Zusatzzahlungen stiegen die Löhne im Jahresverlauf um 1,4 %.

Dies lag deutlich unter der im gleichen Zeitraum verzeichneten nationalen Verbraucherpreisinflation von 2,4 %.

“Die neuesten Daten deuten darauf hin, dass die Löhne in Deutschland in diesem Jahr nicht mit der Inflation Schritt halten werden”, sagte Sebastian Dollian vom Wirtschaftsinstitut IMK.

Dollian fügte hinzu, dass für das Gesamtjahr 2021 die jährliche Verbraucherpreisinflation voraussichtlich zwischen 2,5 % und 3 % liegen wird, während die Tariflöhne im Jahresverlauf um etwa 2 % steigen werden.

Allein betrachtet würde ein Rückgang der kaufkraftbereinigten Löhne die private Konsumnachfrage abschrecken.

Dies wurde jedoch im zweiten Quartal teilweise durch ein sich abzeichnendes Beschäftigungswachstum und eine geringere kurzfristige Beschäftigung ausgeglichen.

“Mittelfristig wäre es gut für die Konsumnachfrage, wenn die Löhne etwas stärker steigen würden”, sagte Dollian.

Die Daten deuten auch darauf hin, dass es in Deutschland noch keine Anzeichen für einen Lohnstrudel gibt, der als Voraussetzung dafür angesehen wird, dass die Inflation mittelfristig auf hohem Niveau bleibt.

Das Census Bureau wird am Montag um 1200 GMT die neuesten Inflationszahlen für August veröffentlichen.

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Eine Analystenumfrage von Reuters prognostiziert, dass die jährliche Verbraucherpreisinflation in Abstimmung mit der Europäischen Union von 3,1% im Vormonat auf 3,4% steigen wird.

(Berichterstattung von Michael Nienber; Redaktion von Gareth Jones

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