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Euro-Gegenwind inmitten eines „besorgniserregenden Signals für die deutsche Wirtschaft“

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Der Euro sieht sich angesichts der deutlichen Verlangsamung in der größten Volkswirtschaft der Eurozone und der Erwartung eines nicht unterstützenden Ereignisses für die Europäische Zentralbank am Donnerstag Gegenwind für einen weiteren Aufschwung gegenüber.

Die Oktober-Sitzung der Europäischen Zentralbank endet am Donnerstag und Ökonomen sagen, dass die politischen Entscheidungsträger berichten werden, dass die Wirtschaft des Blocks immer noch großzügige Geldbedingungen benötigt; Eine solche Haltung unterstützt zwar die Wirtschaftsaussichten, wird aber von Strategen in der Regel als Gewichtung um den Euro interpretiert.

Dieses Ergebnis der Europäischen Zentralbank wird weiter bestätigt, nachdem Deutschlands meistbeobachteter Konjunkturindikator – der ifo Geschäftsklimaindex – im Oktober den vierten Monat in Folge gesunken ist.

Der Ifo-Index lag bei 97,7, nach 98,9 Punkten im September, was darauf hindeutet, dass die Wirtschaft in eine deutliche Abschwächung eintritt.

„Die Risiken einer Rezession im letzten Quartal sind hoch“, sagt Carsten Brzeski, Head of Global Macro der ING Bank. „Die Wachstumsbegeisterung in den Sommermonaten ist voll eskaliert.“

Die Umfrage zeigt, dass die größte Volkswirtschaft der Eurozone von Versorgungsproblemen betroffen ist und die Kapazitätsauslastung im verarbeitenden Gewerbe sinkt.

Der EUR/USD-Kurs fiel zu Beginn der neuen Woche erneut um 0,20% auf 1,1624 und legte damit eine Steinmauer für die jüngste Erholung des Euro.

Der Wechselkurs des Pfunds gegenüber dem Euro stieg daraufhin auf 1,1823, wodurch das Pfund seinen jüngsten Rückgang gegenüber der Gemeinschaftswährung stoppen konnte.

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„Der Sand im Rad der deutschen Wirtschaft bremst die Erholung“, sagt Clemens Fest, Präsident des ifo Instituts.


Enttäuschende Ifo

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„Das ist ein besorgniserregendes Signal für die deutsche Wirtschaft“, sagt Klaus Fiestesen, Chefvolkswirt der Eurozone bei Pantheon Macroeconomics.

„Der IFO-Prognoseindikator ist einer der besten Short-Frühindikatoren, die wir in Deutschland haben, und weist derzeit auf einen starken Rückgang der kurzfristigen Dynamik hin, da die Wiedereröffnung nachlässt“, fügt er hinzu.

Der Bericht ist ein viel beachteter Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands und basiert auf knapp 9.000 monatlichen Befragungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Dienstleistungssektors, des Baugewerbes sowie des Groß- und Einzelhandels.

„Für die deutsche Wirtschaft besteht ein klares Risiko, nämlich ein deutlicher Rückgang der Auftragseingänge aufgrund der Knappheit“, sagt Brzeski.

Wie andere globale Volkswirtschaften sieht sich Deutschland mit anhaltenden Lieferkettenfriktionen, steigenden Gaspreisen und einer Inputinflation konfrontiert.

Positiv an den angespannten Aussichten sei, so Brzeski, dass die Komponenten einer starken Erholung bestehen bleiben; Einschließlich der wohlhabenden Auftragsbücher, geringer Lagerbestände im verarbeitenden Gewerbe, eines starken Arbeitsmarktes und übermäßiger Ersparnisse der Verbraucher.

Pantheon Macroeconomics prognostiziert, dass Deutschlands BIP-Daten für das dritte Quartal am Freitag ein Wachstum von 2,0 % gegenüber dem Vorquartal aufweisen werden, das sich von einem Anstieg des BIP von 1,6 % im zweiten Quartal, hauptsächlich aufgrund der starken Dienstleistungen, beschleunigen wird.

Ihre Basislinie für das vierte Quartal ist ein Plus von 0,7 % gegenüber dem Vorquartal.

Doch der ifo-Indikator „warnt uns jetzt, dass dies möglicherweise zu optimistisch ist“, sagt Vistesen.

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Angesichts der Verlangsamung wird die Europäische Zentralbank betonen, dass sie weiterhin unterstützende Zinssätze und großzügige quantitative Lockerungen anbieten wird.

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Es wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank den Markterwartungen widersteht, dass eine Zinserhöhung bereits Ende 2022 erfolgen könnte, und darauf bestehen, dass 2024 ein realistischeres Ziel ist.

Die Erwartung einer baldigen Zinserhöhung spiegelt sich in den Geldmarktpreisen wider und spiegelt die Überzeugung der Anleger wider, dass die globalen Zentralbanken mit Zinserhöhungen auf die weltweit steigende Inflation reagieren werden.

Diese Neubewertung durch die Märkte hat dem EUR in letzter Zeit etwas Unterstützung gegeben und könnte erklären, warum er in den letzten Wochen gegenüber dem USD gestiegen ist.

Unterdessen enttäuschte die Widerstandsfähigkeit des EUR die Sterling-Bullen, die sich nach einer starken Neubewertung der Zinserhöhungsabsichten durch die Bank of England einen größeren Anstieg des GBP/EUR-Paares gewünscht hatten.

Einige Ökonomen erwarten, dass die Europäische Zentralbank sich der Neubewertung des Marktes widersetzt und damit die jüngste Stärke des Euro bedroht.

Marek Rachko, Chefstratege bei
Barclays.

Die Forex-Strategen von Barclays erwarten, dass die Europäische Zentralbank die aktuellen Marktzinsen senkt, wodurch jede Hoffnung auf eine Verengung der Spreads zur Unterstützung einer Euro-Rallye beseitigt wird.

Sie stellten fest, dass die Finanzmärkte derzeit einen durchschnittlichen Anstieg von fast 10 Basispunkten in einem Jahr und mehr als 30 Basispunkten in zwei Jahren erwarten.

„Der Status quo steht weitgehend im Gegensatz zu den globalen Zentralbanken, die eine Normalisierung anstreben, und wir würden erwarten, dass die EZB die aktuellen Marktzinsen senkt, wodurch jede Hoffnung auf eine Verengung der Spreads zur Unterstützung eines höheren Euros ausgeräumt wird“, sagt Rachko.

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