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Neuinfektionen: Was ist über Kronenmutation bekannt?

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Eine Variante von Sars-CoV-2 hat sich in Teilen Englands verbreitet, die nach Angaben der britischen Regierung bis zu 70 Prozent ansteckender sein könnten. Wie kam es zur Mutation, wie funktioniert sie – und ist sie gefährlicher?

Die neue Variante des Virus ist auf eine Mutation zurückzuführen. Solche Veränderungen im genetischen Material von Viren sind ganz normal und treten sehr häufig auf. Laut dem französischen Genforscher Axel Kahn hat die Wissenschaft bereits 300.000 Mutationen in Sars-CoV-2 entdeckt. Mit zunehmender Anzahl infizierter Personen steigt auch die Wahrscheinlichkeit und Häufigkeit zufälliger Mutationen des neuen Coronavirus.

Die jetzt im Fokus stehende Virusvariante unterscheidet sich insbesondere durch eine Mutation namens N501Y im sogenannten Sars-CoV-2-Spike-Protein. Mit dieser spitzenartigen Struktur auf seiner Oberfläche bindet sich das Virus an menschliche Zellen und dringt dann in diese ein.

“Coronaviren mutieren ständig, daher ist es nicht verwunderlich, dass neue Varianten von Sars-CoV-2 auftauchen”, sagt der Genetik- und Virenexperte Julian Hiscox von der University of Liverpool. Es muss nun geklärt werden, ob die Virusvariante “Eigenschaften hat, die sich auf die menschliche Gesundheit, Diagnose und Impfstoffe auswirken”.

Laut dem Virologen Julian Tang von der British University of Leicester trat die Virusvariante mit der N501Y-Mutation vor einigen Monaten sporadisch auf, im April in Brasilien, im Juni und Juli in Australien und im Juli in den USA.

Laut britischen Wissenschaftlern verursacht die Virusvariante derzeit einen massiven Anstieg der Koronarinfektionen in Südengland und in der britischen Hauptstadt London. Seit ihrem ersten Auftritt Mitte September in London oder im Südosten von Kent hat sich diese Variante inzwischen zur “dominanten” Form von Sars-Cov-2 entwickelt, erklärte der wissenschaftliche Chefberater der britischen Regierung, Patrick Vallance. Er führte diese Entwicklung auf den “sehr hohen Anstieg” der Krankenhauseinweisungen von Covid 19-Patienten im Dezember zurück.

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Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurde die neue Variante des Virus in Deutschland noch nicht entdeckt. Ein Vorfall könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, erklärte RKI.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde die neue Virusvariante am Sonntag, außer in Fällen in England, bisher neun Mal in Dänemark und jeweils einmal in den Niederlanden und Australien nachgewiesen. Italien hat am Sonntagabend einen weiteren Fall in Rom gemeldet.

Laut Chris Whitty, dem medizinischen Chef von England, verbreitet sich die neue Variante des Virus viel schneller als frühere Formen des Erregers Covid-19. Dies zeigt sich in einer sehr starken Zunahme von Infektionen und Krankenhausaufenthalten in London und im Südosten Englands im Vergleich zu anderen Teilen des Landes, wie Dr. Paul Hunter von der University of East Anglia auf der Website des Science Media Center erklärte. . Der Immunologe Peter Openshaw vom Imperial College London sagte, die neue Variante habe eine um 40 bis 70 Prozent höhere Übertragbarkeit.

Das RKI weist jedoch darauf hin, dass es möglicherweise andere mögliche Erklärungen für die Zunahme der Anzahl von Infektionen im Südosten Englands gibt.

Laut Whitty ist die gute Nachricht, dass es bisher keine Beweise dafür gibt, dass die neue Variante des Virus ein höheres Todesrisiko für Infizierte darstellt. Auch gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass die neue Variante die Wirksamkeit von Impfstoffen oder Koronartherapien beeinflusst. Studien zur Bestätigung dieser Einschätzung sind noch nicht abgeschlossen.

Quelle: AFP

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