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Von Arno Schweitz, Nadine Chemrosek und Pamela Barbaglia

FRANKFURT: Die Deutsche Telekom hat Investoren Beteiligungen an einem Unternehmen angeboten, das sie zur Reparatur von Internetkabeln in Deutschland aufbaut, um die dringend benötigte Netzaufrüstung zu finanzieren, so drei mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Der Deal ist Teil eines deutschen Aufholversuchs zu anderen europäischen Ländern wie Spanien, das die Industriemacht in Europa durch die Verlegung von Hightech-Glasfaserkabeln überholt hat, während Deutschland hauptsächlich bei altmodischen Kupferleitungen festsitzt.

Die Deutsche Telekom, Deutschlands größter Telekommunikationsanbieter, ist zunehmend unter Druck geraten, schnell zu arbeiten, da die Coronavirus-Pandemie mehr Menschen dazu zwingt, von zu Hause aus zu arbeiten und sich auf schnelle und stabile Internetverbindungen zu verlassen.

Die Quellen teilten Reuters mit, dass die Deutsche Telekom und ihr Berater Deutsche Bank auf Investoren wie die niederländischen Fonds APG und PGGM und Brookfield und CDPQ aus Kanada sowie auf Staatsfonds abzielen.

Die Quellen sagten, dass der ursprüngliche Plan der Deutschen Telekom darin besteht, Glasfaserkabel für 4 Millionen Haushalte anzubieten, und Investoren werden Beteiligungen in Höhe von bis zur Hälfte des Eigenkapitals an dem Projekt angeboten. Es ist wahrscheinlich, dass es andere Netzwerkerweiterungen gibt.

Das deutsche Unternehmen folgt der Strategie von Konkurrenten wie der spanischen Telefonica, die ähnliche Geschäfte mit Investoren abgeschlossen hat, um die Netzaufrüstungen zu bezahlen.

Deutsche Telekom, Deutsche Bank und potenzielle Bieter lehnten eine Stellungnahme ab.

Gleichzeitig beginnt der deutsche Telekommunikationsriese mit dem Verkauf seines Unternehmens T-Mobile Netherlands, um seine Schulden abzubauen und Geld für Investitionen in die Infrastruktur freizugeben.

ausländische Investoren

Die Deutsche Telekom liegt weit zurück, wenn es um Glasfaser geht, da sie auf verbesserte Kupferkabel für die Bereitstellung von Internetverbindungen setzt und sich 2019 erst auf schnellere Glasfaserkabel konzentriert hat.

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Der Schritt ist Teil eines Trends deutscher Unternehmen, sich an ausländische Investoren zu wenden, um Teile der Infrastruktur zu finanzieren, die die Branche am Laufen hält, wie zum Beispiel Energie.

Das 50-Hz-Stromnetz beispielsweise befindet sich jetzt mehrheitlich im Besitz des belgischen Unternehmens Elia, während das Gasunternehmen Open Grid Europe teilweise im Besitz des australischen Investors Macquarie ist.

Chinas Investitionen werden jedoch mit Argwohn betrachtet. Als sich Chinas State Grid 2018 an 50Hz beteiligen wollte, blockierte die deutsche staatliche Kreditanstalt KfW den Umzug.

Glasfasernetze werden in der Regel mit 30 % Eigenkapital und 70 % Fremdkapital finanziert, und die Deutsche Telekom sucht nach Investoren, die die Hälfte des Kapitals einbringen und den Rest bereitstellen.

Telefonica hat im Oktober 2020 mit der deutschen Versicherungsgesellschaft Allianz einen Vertrag über den Aufbau eines Glasfasernetzes in Deutschland für 2,2 Millionen Haushalte in einem 5-Milliarden-Euro-Projekt (6,1 Milliarden US-Dollar) geschlossen.

Bei einer ähnlichen Bewertung würde das Projekt der Deutschen Telekom zur Versorgung von rund 4 Millionen Haushalten einen Wert von rund 10 Milliarden Euro haben, was bedeutet, dass Investoren 1,5 Milliarden Euro oder die Hälfte des 30-prozentigen Eigenkapitals beisteuern müssten.

Am Capital Markets Day im Mai bekräftigte Telekom-Chef Tim Hoettges das Engagement des Unternehmens, den Glasfaserausbau in Deutschland von 600.000 Haushalten im vergangenen Jahr auf 2,5 Millionen im Jahr 2024 zu beschleunigen.

Das Unternehmen plant, jährlich 2,5 Milliarden Euro in die Glasfaserinfrastruktur zu investieren.

dach mobile verkauf

Der Plan der Deutschen Telekom würde sie in Ländern wie Spanien und Schweden immer noch hinter sich lassen, wo bereits mehr als 60 % der Haushalte über Glasfaserkabel mit dem Internet versorgt werden. In Deutschland verfügen nur 5 % der Haushalte über Glasfaser, etwas weniger als in Italien.

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Dominic Leroy, CEO der Deutschen Telekom, sagte, sein Ziel sei es, bis Ende 2024 10 Millionen Haushalte mit Glasfaser zu erreichen, und er werde nach Partnerschaften suchen, wo es sinnvoll ist.

Da die Deutsche Telekom Milliardeninvestitionen vorbereitet, steht ihr auch eine hohe Rechnung für die Ausübung von Optionen zur Verfügung, um ihre Beteiligung an T-Mobile US von 43 % auf mehr als 50 % zu erhöhen.

Allerdings hat sie bereits 130 Milliarden Euro Schulden aufgebürdet und verkauft nun Firmen, um den Haufen abzubauen.

An erster Stelle steht die Tochtergesellschaft T-Mobile Netherlands mit einem Wert von bis zu 5 Milliarden Euro. Die Zahl der niederländischen Mobilfunkkunden beträgt 6,8 Millionen und der Umsatz betrug im vergangenen Jahr 1,9 Milliarden Euro.

Mit dem Prozess vertraute Personen sagten, der Berater der Deutschen Telekom, Morgan Stanley, habe bis Ende Juli vorläufige Informationspakete an potenzielle Bieter geschickt, um Angebote einzuholen.

Es wird erwartet, dass Untergebene wie die Akquisitionsgruppen KKR, EQT und Warburg Pincus sowie der französische Telekommunikationsunternehmer Xavier Niel teilnehmen.

Warburg Pincus, der den ehemaligen Telekom-Chef Rene Obermann beschäftigt, stand 2015 kurz vor dem Kauf des Unternehmens.

Morgan Stanley und potenzielle Bieter lehnten eine Stellungnahme ab.

Sobald dieser Verkauf abgeschlossen ist, könnte die Deutsche Telekom versuchen, ihre Telekom-Türme-Sparte zu verkaufen, sagten die Leute und fügten hinzu, dass während der Gespräche mit Banken noch keine Entscheidung getroffen wurde.

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