August 10, 2026

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Solarauto Deep Orange 17 erzeugt im Alltag mehr Strom als es verbraucht

Solarauto Deep Orange 17 erzeugt im Alltag mehr Strom als es verbraucht

Ein neues Fahrzeugkonzept der Clemson University zeigt, wie sich Elektromobilität und Solarenergie künftig enger miteinander verbinden lassen könnten. Der besonders leichte Prototyp Luminetta, intern als Deep Orange 17 bezeichnet, soll im täglichen Einsatz mehr elektrische Energie erzeugen, als er für den eigenen Antrieb benötigt.

Solarauto mit positiver Energiebilanz

Entwickelt wurde der Luminetta von Ingenieurstudierenden der Clemson University. Das Konzeptfahrzeug wiegt rund 550 Kilogramm und entstand im Auftrag von BMW. Ziel war es, ein kompaktes Stadtfahrzeug mit positiver Energiebilanz zu entwickeln.

Mehr als 1.700 Photovoltaikzellen sind in die Außenhaut des zweitürigen Coupés integriert. Sie erzeugen sowohl während der Fahrt als auch im geparkten Zustand Strom und laden damit die Fahrzeugbatterie.

Leichtbau reduziert den Energieverbrauch

Das geringe Gewicht spielt für die hohe Effizienz eine entscheidende Rolle. Beim Chassis setzen die Entwickler auf eine Kombination verschiedener Materialien.

Strukturstahl dient dem Schutz der Insassen. Zusätzlich kommen Aluminium, Kohlefaser und 3D-gedruckte Metallbauteile zum Einsatz. Durch diesen Materialmix soll das Gewicht niedrig bleiben, ohne die notwendige Stabilität der Konstruktion zu beeinträchtigen.

Optisch fällt Deep Orange 17 durch seine kantige und kompakte Karosserie auf, die an futuristische Fahrzeugkonzepte erinnert.

Mehr Reichweite durch Solarenergie und Aerodynamik

Auch bei der Aerodynamik wählten die Entwickler einen ungewöhnlichen Ansatz. Die Form der Karosserie orientiert sich am Kofferfisch. Dadurch soll der Luftwiderstand reduziert werden, während gleichzeitig ausreichend Platz im Innenraum erhalten bleibt.

Eine besondere Konstruktion ermöglicht außerdem die Stromproduktion, wenn einzelne Bereiche der Karosserie im Schatten liegen. Die Solarzellen wurden speziell für wechselnde Lichtverhältnisse optimiert.

Das könnte vor allem im Stadtverkehr eine wichtige Rolle spielen, da Gebäude, Bäume und andere Fahrzeuge regelmäßig für teilweise Verschattung sorgen.

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Simulationen für Frankfurt und Mumbai

Die Effizienz des Fahrzeugs wurde für verschiedene Klimazonen untersucht. Zu den simulierten Standorten gehörten Frankfurt am Main und Mumbai.

Bei einer täglichen Fahrstrecke von 20 Kilometern soll das Fahrzeug genügend Solarenergie sammeln können, um zusätzlich Energie für rund 50 Kilometer Reichweite bereitzustellen. Der tatsächliche Solarertrag hängt allerdings von Faktoren wie Sonneneinstrahlung, Standort und Nutzung ab.

Zusätzlich unterstützen regeneratives Bremsen und eine intelligente Drehmomentverteilung die Energierückgewinnung.

Anders als bei vielen Fahrzeugen mit integrierten Solarzellen dient die Photovoltaik beim Deep Orange 17 nicht lediglich zur Versorgung einzelner Bordsysteme. Sie ist als wesentliche Energiequelle für den Fahrzeugbetrieb vorgesehen.

Deep Orange 17 dient als Forschungsplattform

Das Fahrzeug entstand im Rahmen des Deep-Orange-Programms der Clemson University. Dabei erhalten Studierende die Möglichkeit, komplette Fahrzeugprojekte unter praxisnahen Bedingungen umzusetzen.

Über einen Zeitraum von zwei Jahren entwickelten sie Deep Orange 17 von der ersten Skizze bis zum vollständig funktionsfähigen Prototyp. Neben technischen Vorgaben mussten dabei auch Budgets und Zeitpläne berücksichtigt werden.

Das Programm soll die Studierenden auf spätere Aufgaben in der Automobilindustrie vorbereiten und praktische Erfahrungen mit modernen Fahrzeugtechnologien vermitteln.

Serienproduktion derzeit nicht vorgesehen

Ein möglicher Vorteil des Solarkonzepts liegt in der geringeren Abhängigkeit von klassischer Ladeinfrastruktur. Besonders bei kurzen täglichen Fahrstrecken könnte die direkte Stromerzeugung über die Fahrzeugkarosserie einen Teil des externen Ladebedarfs reduzieren.

Deep Orange 17 ist allerdings nicht als unmittelbar marktreifes Serienfahrzeug konzipiert. Der Prototyp dient vor allem als Forschungsplattform für Technologien rund um Photovoltaik, Leichtbau, Energieeffizienz und Elektromobilität.

Im Innenraum verbindet das Fahrzeug seinen Effizienzansatz mit moderner digitaler Ausstattung. Unterstützt werden unter anderem Apple CarPlay und Android Auto.

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Deep Orange 17 verdeutlicht damit das Potenzial von Solarzellen in besonders leichten Elektrofahrzeugen. Ob solche Konzepte künftig den Weg in die Serienproduktion finden, dürfte vor allem von Kosten, Alltagstauglichkeit, Solarertrag sowie weiteren Fortschritten bei Photovoltaik- und Batterietechnologien abhängen.

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