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Bundesregierung verhört Deutsche Bahn wegen Betrugsvorwürfen

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Die Bundesregierung wird den Vorstand der Deutschen Bahn wegen Betrugsvorwürfen zweier Whistleblower im Zusammenhang mit dem 8,2 Milliarden Euro teuren Werksneubau in Stuttgart befragen.

Die Financial Times berichtete vergangene Woche, die staatliche Bahn sei wiederholt gewarnt worden, die Kosteninflation bei Deutschlands größtem Infrastrukturprojekt sei auf eklatante Misswirtschaft und Korruptionsverdacht zurückzuführen.

Das Berliner Verkehrsministerium teilte der Financial Times am Montag mit, die Bundesregierung arbeite „aktiv daran, die gemeldeten Ereignisse aufzuwerten und entschieden in Frage zu stellen“.

Die Deutsche Bahn wollte sich zu der Aussage des Verkehrsministeriums nicht äußern. Vergangene Woche versprach das Unternehmen „maximale Transparenz“ und teilte der Financial Times mit, die Ergebnisse seiner internen Untersuchung an „autorisierte Parteien“ weiterzugeben. Das 40-Milliarden-Euro-Unternehmen betonte, es habe „alle verfügbaren Vorwürfe in diesem Fall auf Grundlage seiner internen Standards und des Gesetzes“ untersucht und keine Rechtsverstöße festgestellt.

Ein Whistleblower, ein Veteran der Deutschen Bahn mit mehr als zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Kostenverteilung großer Investitionsprojekte, schätzte 2016 den finanziellen Schaden durch wahrgenommenes Fehlverhalten auf 600 Millionen Euro, wie aus einem Dokument der Financial Times hervorgeht.

Der zweite Betrag wurde nur wenige Wochen nach dem letzten Treffen mit Ermittlern im November 2016 freigegeben, wie aus Dokumenten der Financial Times hervorgeht. Die Entlassung habe nichts mit der Whistleblower-Beschwerde zu tun, sagt die Bahn – eine Ansicht, die das Stuttgarter Gericht im Juli bestätigte.

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft teilte der Financial Times vergangene Woche mit, dass sie von den Beschwerden des Whistleblowers nichts gewusst habe und die Angelegenheit prüfe.

Winfried Hermann, der grüne Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg, kritisierte vergangene Woche die Deutsche Bahn, das Land nicht über die Vorwürfe und die Ermittlungen des Whistleblowers informiert zu haben.

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„Der Staat stellt viel Geld zur Verfügung“ [for the Stuttgart station] „Und er hat Anspruch auf umfassende Informationen“, sagte Hermann und fügte hinzu, sein Ministerium werde den Bahnbetreiber formell um Aufklärung bitten.

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