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Deutschlands Grüne stimmen auf dem Parteitag für formelle Koalitionsgespräche

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Die Grünen haben auf einem Parteitag für die Unterstützung formeller Koalitionsgespräche mit den Sozialdemokraten und Liberalen gestimmt, bei denen die drei Parteien eine Regierung bilden könnten.

„Wir haben die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und eine entscheidende Rolle in dieser Regierung des Fortschritts zu spielen. Wir stellen uns dieser Verantwortung gerne“, sagte die Partei am Sonntag auf Twitter nach der Abstimmung, die den Weg für formelle Verhandlungen ebnete.

Die Grünen kamen bei den Wahlen vom 26. September mit rund 15 % der Stimmen auf den dritten Platz und wurden zu potentiellen Königsmachern in einer deutschen Koalitionsregierung.

Am Freitag einigte sich die Partei mit der Sozialdemokratischen Partei und der FDP darauf, nach Sondierungsgesprächen Koalitionsverhandlungen aufzunehmen. Die wirtschaftsfreundliche LDP-Führung wird voraussichtlich auch am Montag formellen Gesprächen zustimmen.

An der Spitze der Regierung steht Olaf Schulz, der derzeitige Vizekanzler und Finanzminister, dessen Partei bei der Wahl den ersten Platz belegte.

Zu den Prioritäten der Grünen bei der Regierungsbildung zählen umfassender Klimaschutz und die Förderung sozialer Gerechtigkeit.

„Unser Fokus liegt auf den wichtigsten Aufgaben, die vor uns liegen und sagen: Dieses Jahrzehnt ist das Jahrzehnt, in dem wir Deutschland auf den 1,5-Grad-Weg bringen“, sagte Grünen-Co-Vorsitzende und Kanzlerkandidatin Annalena Barbock.

Parteichef Robert Habeck sagte: „Wir treten in eine neue Phase der grünen Geschichte ein, in der wir die Chance haben, die Realität zu gestalten. Wir wollen Verantwortung. Wir wollen die Realität gestalten.“

Die erste Vereinbarung zwischen den beiden Parteien sieht vor, den Kohleausstieg in Deutschland zu beschleunigen und die Investitionen in erneuerbare Energien zu erhöhen. Aber die Partner sagten, sie würden keine Steuern für die Reichen erheben, weil die Liberaldemokraten eine solche Maßnahme ablehnten.

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Schultz sagte, er hoffe, noch vor Weihnachten eine Koalitionsregierung zu bilden.

Ob formelle Gespräche zu einer Regierung führen, ist jedoch ungewiss, und die Mitte-Rechts-Partei Freiheit und Entwicklung muss Kompromisse mit der SPD und den eher linksgerichteten Grünen eingehen. Zuvor hatte sich die FDP 2017 aus Koalitionsgesprächen zurückgezogen, an denen sich Christdemokraten und Grüne beteiligten.

Die SPD-Grüne-FDP-Regierung – bekannt als „Ampelkoalition der Parteifarben“ – wird zum ersten Mal seit fast 16 Jahren die CDU von Angela Merkel in die Opposition stellen.

Merkel kündigte 2018 an, bei den Wahlen 2021 nicht für das Kanzleramt zu kandidieren.

CDU-Berater Armin Laschet machte die Wahlniederlage der Partei am Samstag dafür verantwortlich und forderte eine Einheit innerhalb der Partei.

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