Juni 16, 2024

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Die deutsche Inflation verdeutlicht die Schwierigkeit der letzten Runde der EZB Stabilisiert

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Die deutsche Inflation verdeutlicht die Schwierigkeit der letzten Runde der EZB  Stabilisiert

Der heutige Anstieg der deutschen Gesamtinflation ist eine gute Erinnerung daran, wie schwierig es für die EZB auf der letzten Meile sein wird, die Inflation nachhaltig auf das 2-Prozent-Niveau zurückzuführen. Angesichts der Kommunikation der EZB in den letzten Monaten scheint eine Zinssenkung auf der Juni-Sitzung jedoch immer noch beschlossene Sache zu sein. Wenn man jedoch über den Juni hinausblickt, ist der weitere Weg für die Bank überhaupt nicht klar. Die jüngste Rückkehr der Inflation in den Vereinigten Staaten hat zweifellos auch in der Eurozone Inflationssorgen geschürt, zumindest in den Augen einiger EZB-Falken. Der jüngste Anstieg der Ölpreise sowie der schwache Euro-Wechselkurs könnten die Inflationsprognose der EZB für 2025 leicht wieder auf über 2 % drücken und damit die Argumente für niedrigere Zinssätze nach der Juni-Sitzung untergraben.

Tatsächlich besteht derzeit die Gefahr, dass die EZB einen „umgekehrten Trichet-Moment“ erleben wird. Bereits 2008 erhöhte die Europäische Zentralbank die Zinsen, kurz bevor sich die US-Subprime-Krise in eine globale Finanzkrise verwandelte. Fehler. Im Jahr 2011 erhöhte die Europäische Zentralbank unter ihrem Präsidenten Jean-Claude Trichet die Zinsen in der Annahme, die Eurokrise sei vorbei. Auch falsch. Sechs Monate später trat der neue Präsident der Europäischen Zentralbank Mario Draghi sein Amt an und senkte die Zinssätze, als die Wirtschaft der Eurozone in der Rezession steckte. Befürchtungen vor einem „umgekehrten Trichet-Moment“ werden die EZB nicht davon abhalten, die Zinsen auf der Juni-Sitzung zu senken, sondern werden nicht nur in der Juni-Erklärung, sondern auch in den folgenden Monaten eine Rolle spielen. Ein längerer Zinssenkungszyklus wird nur erreicht, wenn die Inflation schnell wieder auf 2 % zurückkehrt. Anzeichen einer Deflation sowie eine stärkere Wirtschaftsaktivität würden den Handlungsspielraum der EZB einschränken.

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Im Januar sagte Bundesbankpräsident Joachim Nagel, der EZB sei es gelungen, das „gierige Monster“ der Inflation zu bändigen. Um diese Analogie anders auszudrücken: Die heutigen deutschen Inflationszahlen erinnern einige EZB-Beamte möglicherweise an einen schlechten Zombiefilm, in dem die „Monster“ immer mehrmals zurückkommen, bevor sie endgültig besiegt werden.

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