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EnBW meldet Schließung des Kohlekraftwerks RDK 7 im nächsten Jahr an

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Die Fahnen des deutschen Energieversorgers EnBW Energie Baden-Württemberg AG werden am 17. März 2015 in der Firmenzentrale in Karlsruhe fotografiert. REUTERS/Ralph Orlovsky

FRANKFURT (Reuters) – Der deutsche Energieversorger EnBW (EBKG.DE) hat am Freitag angekündigt, das Steinkohlekraftwerk RDK 7 in Karlsruhe bis Mitte 2022 zur Stilllegung anzumelden, was bedeutet, dass es den Betrieb nach 12 Monaten einstellen könnte. Es sei denn, Netzbetreiber und Behörden widersprechen.

NBW sagte in einer Erklärung, dass die Schließung des 36 Jahre alten Kraftwerks mit 517 Megawatt Stromerzeugung und 220 Megawatt Fernwärmekapazität im Einklang mit dem geplanten Übergang des Unternehmens zu Netto-Null-Emissionen bis 2035 steht.

„Seit 2013 haben wir bereits neun konventionelle Kraftwerke abgeschaltet und parallel dazu Solar- und Windkraftanlagen mit insgesamt 4.900 MW gebaut“, sagte George Stamatilopoulos, Mitglied des Sustainable Production Infrastructure Board.

Der Block 8 in Karlsruhe, ein 874-Megawatt-Block, der 2014 in Betrieb genommen wurde, sei von dem Umzug nicht betroffen, teilte die EnBW mit.

Für die 90 betroffenen Arbeitsplätze werde die EnBW sozialverträgliche Lösungen finden, ausgenommen Zwangsentlassungen.

Nach deutschem Recht müssen die Bundesnetzagentur und die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 12 Monate im Voraus über die Absicht einer Schließung informiert werden.

Die Regulierungsbehörde kann ein entsprechendes Endsystem ausschreiben, in diesem Fall sollte sie nicht abschalten, sondern weiterhin Leistung in der bezahlten Netzreservefunktion bereitstellen.

Die Enklave Baden-Württemberg im Südwesten Deutschlands, Heimat der EnBW, könnte mit Versorgungsproblemen konfrontiert werden, da sie große Stromnetzausbauten verzögert, um mehr CO2-neutralen Windstrom von Nord nach Süd zu bringen.

(Cover von Vera Eckert, Schnitt von Robert Percel

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