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Inflation in Deutschland steigt am schnellsten seit fast 30 Jahren

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Die deutschen Verbraucherpreise stiegen im November stark an und erreichten den höchsten Wert seit Juni 1992 und bestätigten vorläufige Daten, teilte das Statistikamt Destatis am Freitag mit.

Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich um 5,2 % nach nationalen Standards und um 6,0 % im Jahresvergleich nach EU-konformen Standards, beides entspricht den Erwartungen.

Ursache für den Anstieg der Inflationsrate seien vor allem die zugrunde liegenden Effekte durch niedrigere Preise im Jahr 2020, teilte das Statistikamt mit. Destatis sagte in diesem Zusammenhang, dass die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer und der starke Rückgang der Mineralölpreise Produkte wirkten sich ebenfalls nach oben auf die Gesamtinflationsrate aus.

Weitere Faktoren sind die Einführung der CO2-Bepreisung im Januar und pandemiebedingte Auswirkungen wie deutliche Preiserhöhungen während der wirtschaftlichen Erholungsphase, teilte das Census Bureau mit.

Die Verbraucherpreise fielen im Monatsvergleich um 0,2 % gegenüber nationalen Standards und stiegen um 0,3 % nach EU-konformen Standards, beides entspricht den Erwartungen der vom Wall Street Journal befragten Ökonomen.

Das Census Bureau gab bekannt, dass die Rohstoffpreise im November gegenüber dem Vorjahr um 7,9 % gestiegen sind.

Die Preise für Energieprodukte lagen aufgrund des Basiseffekts 22,1% über dem Vorjahr, so Destatis, da die aktuellen Preise mit den sehr niedrigen Preisen des Vorjahres verglichen werden. Gleichzeitig habe sich die Anfang des Jahres eingeführte CO2-Umlage auf die Preissteigerungsrate für Energieprodukte nach oben ausgewirkt, teilte das Census Bureau mit.

Der Heizölpreis hat sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt, der Kraftstoffpreis stieg um 43,2 %. Auch die Preise für Erdgas und Strom stiegen.

Im November wurden im Vergleich zum Vorjahr überdurchschnittliche Preissteigerungen nicht nur bei Energieprodukten, sondern auch bei Nahrungsmitteln mit einem Plus von 4,5% verzeichnet. Deutlich höher waren die Preise für Speisefette und -öle sowie für Milchprodukte und Eier.

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Jährliche Preiserhöhungen bei Energie- und Nahrungsmittelprodukten wirkten sich deutlich nach oben auf die Inflationsrate aus. Ohne die Preise für Energieprodukte betrug die Inflation im November 3,4%, ohne die Preise für die beiden Produktgruppen hätte sie 3,3% betragen, schätzt Destatis.

Die Preise für Dienstleistungen stiegen im November um 2,9% gegenüber dem Vorjahresmonat.

Schreiben Sie an Maria Martinez unter [email protected]

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