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Deutschland bleibt das Zielland Nummer eins für Asylbewerber in Europa | Nachrichten | DW

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Deutschland bleibt das Zielland Nummer eins für Schutzsuchende in Europa, die Zahl der dort gestellten Asylanträge überschreitet 2021 bereits die 100.000er-Marke.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) teilte mit, dass es bis Ende September 100.278 Erstanträge von Asylbewerbern erhalten habe.

Das sind 35,2 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die meisten Asylsuchenden, die erstmals Schutz beantragten, kamen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Davon kamen 4.472 Erstanträge von Menschen aus Syrien (ein Plus von 57,1%) und 8.531 von Personen, die Schutz aus dem Irak suchten (ein Plus von 22,2%).

Die Zahl der Asylbewerber aus Afghanistan ist stark gestiegen. Bis Ende September registrierte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 15.045 Erstanträge (ein Plus von 138%).

Die Besorgnis über die Entwicklung von Weißrussland wächst

Neben den traditionellen Routen durch Griechenland, Italien und Spanien ist Weißrussland in den letzten Monaten durch die Kluft zwischen Brüssel und Minsk zu einer wichtigen Migrationsroute geworden.

EU-Länder haben dem belarussischen starken Mann Alexander Lukaschenko vorgeworfen, gezielt Migranten aus Krisengebieten zu ermutigen, die dann an die Grenzen zu Polen, Lettland oder Litauen gebracht und illegal auf EU-Territorium abgeschoben werden.

Lukaschenko soll sich gegen die von Brüssel verhängten Sanktionen als Reaktion auf das gewaltsame Vorgehen des Regimes gegen eine prodemokratische Bewegung rächen.

Deutsche Zeitung Welt am Sonntag Der europäische Geheimdienst Europol zitierte EU-Quellen mit der Aussage, dass Belarus nun syrischen Bürgern hilft, direkt von Damaskus nach Minsk zu reisen.

Zuvor half das Land syrischen Migranten, die vor dem inneren Konflikt des Landes in die Türkei flohen.

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Die Zeitung sagte, Weißrussland stelle nun auch Staatsangehörigen von Pakistan, Ägypten und Jordanien 90-Tage-Touristenvisa aus.

An der deutsch-polnischen Grenze seien mehr als 4.900 Menschen festgenommen worden, die illegal über Weißrussland in die Europäische Union eingereist seien, teilte die Bundespolizei in dieser Woche mit.

Ein neues Bündnis könnte die Asylpolitik reformieren

Der Anstieg der Migrantenroute nach Weißrussland kommt daher, dass Deutschland nach den Wahlen im letzten Monat in der Schwebe bleibt.

Die SPD, die die meisten Stimmen erhielt, strebt eine Koalition mit den klimaorientierten Grünen und der wirtschaftsorientierten FDP an.

Wird das Bündnis vereinbart, könnte die neue Regierung die Flüchtlingspolitik reformieren und abgelehnten Asylbewerbern den Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft über einen mehrjährigen Betrieb erleichtern.

Die politischen Hauptgegner der drei Parteien, der konservative Block um die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel, haben den Plan kritisiert.

Andere Parteien wie die rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD) fordern einen härteren Umgang mit der Zuwanderung.

Im August sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlev Scheele, Deutschland brauche 400.000 Einwanderer pro Jahr, um die Wirtschaft wachsen zu lassen und Rentner zu ersetzen.

Während der europäischen Migrantenkrise von 2015 bis 2017 hat Deutschland nach Angaben des Statistikamtes der Europäischen Union, Eurostat, mehr als 1,4 Millionen Asylanträge bearbeitet.

Mit Material von KNA . Nachrichtenagentur

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