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Deutsche Grüne sagen, Plagiatsvorwürfe seien „Personenmord“ | Deutschland

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Die Grünen haben ihren Gegnern schmutzige Kampagne vorgeworfen und einen prominenten Anwalt für Verleumdung engagiert, um ihren Spitzenkandidaten gegen Plagiatsvorwürfe zu verteidigen, da die Umweltpartei drei Monate vor den Bundestagswahlen die Kanzlerschafts-Herausforderung wieder auf Kurs bringen will.

Die Grünen haben am Dienstag Vorwürfe zurückgewiesen, die Parteichefin Annalena Barbock habe in ihrem kürzlich erschienenen Buch fünf Absätze aus Nachrichtenartikeln und Wikipedia-Einträgen entfernt, ohne sich darauf zu verlassen.

„Die Anschuldigungen sind haltlos“, sagte Rechtsanwalt Christian Schertz, zu dessen ehemaligen Mandanten Fußballspieler Cristiano Ronaldo, Bundestrainer Joachim Löw und eine Reihe deutscher Prominenter zählen.

Schertz argumentierte, dass die Clips nicht gegen das Urheberrecht verstoßen, da diese Informationen gemeinfrei seien. „Offensichtlich haben wir es mit einem weiteren Wahlkampfversuch zu tun, der um Gottes willen schädlich ist“, sagte er. Ein Sprecher von Green bezeichnete die Plagiatsvorwürfe als Versuch eines „Charaktermordes“.

Die in deutschen Medien verbreiteten Vorwürfe wurden ursprünglich auf einem Blog des österreichischen Wissenschaftlers und „Plagiatsjägers“ Stefan Weber geäußert.

Webber, der auf seiner Website neben „Medien und PR“ auch eine kostenpflichtige Plagiatsprüfung anbietet, veröffentlicht auf seinem Blog seit Mai mehrere Artikel über den Grünen-Politiker. In einer Erklärung an den Guardian sagte Webber, er habe Burbocks Buch aus „wissenschaftlichem Interesse“ kopiert und die Beauftragung seiner Untersuchung rundweg abgelehnt.

Die Passagen, die Weber in seinem Blog zitierte – wie vier Sätze, die denen in einem Artikel des amerikanischen Politikwissenschaftlers Michael T. Clar aus dem Jahr 2019 ähnlich sind – wurden in Barbocks Buch eher als Kontext denn als originelles Argument präsentiert. Der entsprechende Abschnitt von Claires Artikel fasst wiederum die Position des US-Verteidigungsministeriums zusammen.

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Während sich Plagiatsvorwürfe als Hauptgrund für politische Rücktritte unter Merkel erwiesen haben, fokussieren sie sich meist auf die Doktorarbeit von Politikern. Barbocks Buch mit dem Titel Now: How We Can Renew Our Country ist ein Sachbuchtitel für einen Massenmarkt, in dem Green Politics ihre politische Philosophie präsentiert, geschrieben von einem Journalisten.

Die Plagiatsvorwürfe stehen vor dem Hintergrund einer Reihe von Fragen zu Burbocks Eigenwerbung, die die Bewerbung ihrer Partei für eine politische Kampagne und nicht für persönliche Probleme vereitelt haben. Selbst grüne Sympathisanten räumen ein, dass die Debatte teilweise durch unbeabsichtigte Fehler Baerbocks am Leben erhalten wurde.

Die breite Zeitung „Die Zeit“ schreibt, dass die Fragezeichen zu der Biografie und dem Buch Der grüne Kandidat Barbocks Image als detailversessener Perfektionist nach dem Vorbild Merkels wirkungsvoll geschärft haben.

„Der Wahlkampf wird schwierig, und Teile der Bevölkerung können es kaum erwarten, dass die Grünen ins Stocken geraten – das ist seit Monaten klar“, schrieb Die Zeit. „Es überrascht mehr denn je, dass Fehler genau dort gemacht werden, wo sie so leicht zu vermeiden waren.“

Nach einem starken Start, als die Grünen die konservative CDU-Partei Armin Laschet, den designierten Nachfolger von Angela Merkel, überholten, beeinflusste die fortgesetzte Überprüfung von Barbocks Referenzen auch die Meinungsumfragen.

In einer aktuellen Politbarometer-Umfrage ist die Zustimmung für die 40-jährige Grüne unter die ihrer beiden Hauptrivalen Laschet und der Sozialdemokrat Olaf Scholz gefallen.

Eine am Mittwoch veröffentlichte Meinungsumfrage ergab, dass die CDU zum ersten Mal seit März 30 Prozent der Bundestagswahlen gewann. Wechselwähler strömten aus „Angst vor der grünen Kanzlerin“ zu dem konservativen Kandidaten.

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